Christrosen pflegen, düngen, gießen und schneiden

Leuchtende Blüten mitten im Winter: Christrosen (Helleborus niger), auch Schwarzer Nieswurz genannt, benötigen wenig Pflege und sind winterhart. Während andere Pflanzen Winterschlaf halten, blühen Christrosen oder Schneerosen im Winter. Selbst Schnee und Eis können den zarten und zerbrechlichen Blüten der auch als Schneerose bekannten winterharten Pflanze nichts anhaben. Egal ob auf dem Balkon oder einem geschützten Platz auf einer Terrasse – Christrose und Amaryllis sind klassische Winterblüten und machen in der Weihnachtszeit immer eine gute Figur. Schneerosen sind sehr pflegeleicht und können bei richtiger Standortwahl bis zu 30 Jahre alt werden. In unserem Beitrag lesen Sie, wie Sie richtig Christrosen pflegen, düngen, gießen und schneiden. Zusätzlich finden Sie am Ende unseres Beitrages Antworten auf die häufigsten Fragen  zum Thema „Christrosen Pflege“.

Christrosen richtig gießen und düngen

Christrosen – ein Wunder der Natur

Christrosen (Helleborus niger) – ein Wunder der Natur

Trotz eisiger winterlicher Kälte bahnt sich die Christrose ihren Weg durch die Schneedecke und bieten mit ihren weißen oder zartrosa Blüten einen schönen Lichtblick im Winter. Je nach Witterung und Christrosensorte können die Blüten der Schneerose bereits im Advent erblühen. Allerdings kann sich die Blütezeit bei großer Kälte und viel Schnee verschieben. Im Frühjahr bilden sich aus den Blüten der Christrose Balgfrüchte, in welchen sich im Frühsommer die Samen bilden.

Den richtigen Standort für Christrosen wählen

Christrosen fühlen sich unter Laubbäumen und Büschen sowie an hellen und halbschattigen Plätzen am wohlsten. Durch das Laub der Bäume im Frühjahr und Sommer steht die Christrose vor der Sonne geschützt, kühl und trocken. Im Winter verwöhnt sie durch die kahlen Äste das Sonnenlicht und seine Wärme. Die richtige Standortwahl ist sehr wichtig, da Christrosen im Schatten weniger Blüten bilden können.

Welchen Boden brauchen Christrosen?

Gemeinsam mit der Schneeheide wächst die Schneerose im Gebirge. Daher ist ein humusreicher, lehmiger und kalkreicher Boden für Christrosen ideal. Achten Sie darauf, dass der Boden nicht austrocknen darf und immer leicht durchfeuchtet ist.

Für ein optimales Wachstum der Schneerosen sollten Sie unter die Pflanzenerde ein wenig lehmige Gartenerde mischen. Beachten Sie auch, dass Christrosen sehr kalkliebend sind und bei Kalkmangel weniger Blüten und mehr Laub bilden.

Da die Christrose keine Staunässe verträgt, sollte der Boden gut durchlässig sein und idealerweise einen ph-Wert von sechs haben. Bei zu saurem Boden empfiehlt sich die Zugabe von Kalk.

Wie oft sollte man Christrosen gießen?

Christrosen sollten mit kalkhaltigem Wasser gegossen werden. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass  sich keine Staunässe bilden kann. Besonders im Zeitraum von November bis März, der Blütezeit der Christrosen, sollten die Pflanzen so gegossen werden, dass der Wurzelballen nicht austrocknen kann. Das Gießen sollte nur an frostfreien Tagen und mit Bedacht erfolgen.

Wann ist die beste Pflanzzeit für Schneerosen?

Die beste Pflanzzeit für Schneerosen ist im Herbst und Frühjahr. Allerdings empfehlen viele erfahrene Gärtner, Schneerosen im September zu pflanzen.

Damit eine Christrose im Winter blühen kann, benötigt die Pflanze ausreichend Zeit, sich an ihren neuen Standort zu gewöhnen. Wenn aber die Wurzeln der Schneerosen angewachsen sind, sind die Pflanzen hart im Nehmen. Trotzdem empfiehlt es sich, die Wurzeln der Christrose mit einer Schicht aus Laub, Mulch oder Kompost vor strengem Frost zu schützen.

Kann man Christrosen in Töpfe pflanzen?

Wenn Sie keinen Garten besitzen, können Sie auch Christrosen in Töpfe pflanzen und auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Bei guter Pflege können die Schneerosen zwanzig Jahre am gleichen Standort verbleiben.

Da Christrosen lange Wurzeln bilden und die langsam wachsenden Stauden mit den Jahren immer üppiger blühen, sollten Sie unbedingt große und hohe Pflanzgefäße verwenden.

Um Staunässe im Topf zu vermeiden, kommt vor dem Befüllen mit Pflanzenerde eine Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben in den Blumentopf. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass das Abzugsloch im Blumentopf verstopfen kann. Bei der Wahl des richtigen Standorts sollten Sie unbedingt berücksichtigen, dass Christrosen im Sommer keine pralle Sonne mögen.

Durch sparsames Gießen mit kalkhaltigem Leitungswasser sorgen Sie, dass die Erde im Pflanzgefäß gleichmäßig feucht ist und nicht austrockenen kann. Zusätzlich sollten Sie Christrosen im Topf organischen Dünger geben. Der richtige Zeitpunkt zum Düngen ist vor der Blütezeit im Herbst.

Im Winter schützen Sie die Pflanzgefäße mit Pflanzenvlies vor starkem Frost und eisiger Kälte.

Schneerose Helelborus x glandorfenis

Schneerose Hellebrus x gladorfenis. Schneerosen sind Kreuzungen der Christrose mit Helleborus-Arten der Mediterranflora. Hierzu gehören der Korsische Nieswurz (Helleborus argutifolius) und der Balearen Nieswurz (Helleborus lividus).

Welche Christrosen Sorten sind besonders beliebt?

Christrose ist nicht gleich Christrose. Normalerweise sind die Blüten der Christrose weiß. Aber durch einige „Helleborus niger „–Züchtungen blühen die Pflanzen auch in anderen Farben und verschiedenen Zeiten. So gibt es beispielsweise einige Christrosensorten, welche bereits im November zu blühen beginnen. Dagegen beginnen andere Sorten erst im späten Winter und erfreuen uns mit ihrer Blütenpracht bis ins Frühjahr.

„White Christmas“

Die Helleborus niger Sorte „White Christmas“ gehört zu den früh blühenden Christrosen. Sie zeichnet sich durch besonders große Blüten aus und eignet sich gut als Schnittblume für die Blumenvase.

„Verboom Beauty“

Christrosen der Sorte „Verboom Beauty“ begeistern mit ihren vielen reinweißen und kleinen Blüten, welche einem schon von weitem entgegen strahlen.

„Winter Moonbeam“

Bienen und Schmetterlinge werden von den Blüten dieser Christrose (Helleborus niger magisch angezogen. Die Sorte „Winter Moonbeam“ blüht von Dezember bis März. Ihre ausdauernden schalenförmigen Blüten sind anfangs weiß, wechseln zu hellrosafarben und werden später rot.

Wie sollte man Christrosen schneiden?

Ein guter Zeitpunkt zum Christrosen schneiden ist im Herbst, wenn das Laub und die verwelkten Blütenstängel nicht mehr schön aussehen. Damit sich die Helleborus niger gut erholen können, sollten Sie die Schneerosen auf eine Höhe von fünf Zentimetern über dem Erdboden zurückschneiden. Auf diese Weise können sich die Pflanzen gut erholen.

Natürlich können Sie auch im Dezember oder Januar Christrosen zurückschneiden, wenn sich bereits die ersten Blütenknospen zeigen und bereits das Laub vom Vorjahr abgestorben ist.

Es gibt zwei Gründe, warum Sie bei Christrosen die vertrockneten Blätter abschneiden sollten: Erstens sind die welken Blätter oft sehr anfällig für Pilze und zweitens bringt das Entfernen der Blätter des Vorjahrs die neuen Blüten besser zur Geltung. Viele Gärtner empfehlen den Rückschnitt der Blätter im Dezember und den Rückschnitt der verwelkten Blüten im Mai.

Unser Tipp: Alle Teile der Christrose sind giftig und können zu Hautreizungen führen. Tragen Sie daher unbedingt Gartenhandschuhe, wenn Sie Christrosen schneiden.

Sind Christrosen Zimmerpflanzen?

Auch wenn ihre Blütenpracht zur Weihnachtszeit gehört, so ist die Christrosen keine Zimmerpflanze. Aus diesem Grund sollten Sie Christrosen nur während der Blütezeit in der Wohnung pflegen und anschließend in den Garten pflanzen. Die Christrose gedeiht in der Wohnung am besten, wenn sie einen kühlen und hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung bekommt. Je kühler und heller der Raum ist, umso wohler fühlt sie sich. Flurfenster oder der Eingangsbereich sind gute Standorte in der Wohnung. Im Haus sollten Sie Schneerosen regelmäßig aber nur mäßig gießen. Vermeiden Sie dabei Staunässe, welche zum Faulen der Wurzeln führt.

Nach der Blütezeit sollten sie den Pflanzen an einem kühlen Ort stellen und ein wenig Ruhe gönnen. Wenn möglich, können Sie im März die Christrose in den Garten pflanzen.

 

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