FALCO – Das Musical weiter auf Erfolgstour

Die deutsche Erfolgsproduktion „Falco – Das Musical“ erzählt die Geschichte des österreichischen Musikgenies Johann „Hans“ Hölzel, der es bereits in jungen Jahren unter seinem Künstlernamen Falco zu Weltruhm gebracht hatte. Die Berliner Moderatorin Jean Bork war im Theater am Potsdamer Platz und hat vor der Show den Hauptdarsteller Alexander Kerbst zum Interview getroffen. BÖGAZIN hat sie dabei begleitet und mit ihr die Hommage an das grösste Genie der deutschen Pop- & Rap Geschichte angesehen.

Alexander Kerbst ist Falco

Moderatorin Jean Bork traf den Falco Hauptdarsteller Alexander Kerbst vor der Show in seiner Garderobe zum Interview.

Falco – von der Legende zum Mythos

Wer kennt sie nicht, die großen Erfolgshits  des österreichischen Popstars, Musikers und Sängers Falco. Während seiner Karriere hat er den Aufzeichnungen zufolge über 8 Millionen Tonträger verkauft. Sein zweiter Song „Rock me Amadeus“ wurde 1985 veröffentlicht. Er behauptete sich für drei Wochen in den amerikanischen US-Charts auf Platz 1 und Falco avancierte über Nacht zum Weltstar. Dies war bisher noch keinem deutschsprachigen Titel gelungen.

  • Der Kommissar
  • Jeanny (Part 1)
  • Coming Home (Jeanny Part 2)
  • Siebzehn Jahr
  • Rock me Amadeus
  • Vienna Calling
  • Junge Römer
  • The Sound of Music
  • Out of the Dark (Into a light)
  • Kann es Liebe sein? (mit Désirée Nosbusch)

Schon zu seinen Lebzeiten war der weltberühmte Musiker Falco eine Legende. Durch seinen viel zu frühen tragischen Tod wurde er zum Mythos. Der spätere österreichische Pop- & Rapstar wurde am 19. Februar 1957 in Wien unter seinem bürgerlichen Namen Johann Hölzel geboren. Er erblickte als einziger von drei Zwillingsbrüdern das Licht der Welt. Mehr durch einen Zufall sah Johannes Hölzel in einem Hotel in Österreich das „Neujahrspringen“ der Vierschanzentuornee. Stark beeindruckt von dem damaligen DDR Skispringer „Falke“, Falko Weißpflog, übernahm der junge Musiker den Vornamen und tauschte hier lediglich den Buchstaben K gegen das C aus. Und so war der Künstlername „Falco“ geboren.

Falco – sein großes musikalisches Talent

Im Alter von vier jahren bekam Falco einen Stutzflügel geschenkt. Auf einem Plattenspieler, den er mit fünf Jahren als Geburtstagsgeschenk bekam, öffnete sich ihm schon sehr früh die musikalische Welt. Seine damalige Lieblíngsmusik waren die Songs von Elvis Presley, Cliff  Richard und den Beatles.

Aber auch Schlager, die er schnell auswendig lernte und sang, gehörten dazu. Später waren es die Einflüsse des New Wave, der  neuen Deutschen Welle, Hip-Hop und Funk. Neben dem Stützflügel gehörten E-Gitarre und E-Bass zu seinen erlernten Instrumenten. Bei einem Vorspieltermin an der Wiener Musikakademie , Falco war damals erst fünf Jahre alt, wurde ihm ein absolutes Gehör bescheinigt.

Die Schule und Ausbildung sollten aber nicht zu Falcos Stärken zählen. Den Besuch des Gymnasium in Wien brachte er mit 16 Jahren vorzeitig ab. Auch seine darauf folgende Lehre als Bürokaufmann in der Pensionsversicherungsanstalt ereilte dasselbe Schicksal.

Nach der vorzeitigen Beendigung seiner Lehre gründete er eine Band. Kurze Zeit später erfasste ihn die Sehnsucht nach Berlin. Hier tingelte er als Basist durch verschiedene Clubs, bevor ihn sein weg zurück nach Wien führte.

Der musikalische Durchbruch

Im Jahr 1981 traf  Falco auf den Schallplattenproduzenten Markus Spiegel, der sofort Falcos großes musikalisches Talent entdeckte.

Als ich Falco bei einem Drahdiwaberl-Konzert in den Wiener Sofiensälen erstmals mit seiner Nummer Ganz Wien sah, war mir klar, daß ich ihn als Solokünstler unter Vertrag nehmen wollte. Falco hat auf mich einen ungeheuer charismatischen Eindruck hinterlassen.

Zitat  Markus Spiegel (Falco Manager)

Falco erhielt seinen ersten Plattenvertrag, der drei Solo-LP`s beinhaltete. So erschien bereits kurze Zeit später Falcos erstes Album mit dem namen „Psychoterror“. Ein Jahr später veröffentlichte er den Song „Der Kommissar“. Über Nacht landete Falco damit europaweit in den Top Ten und Charts und verkaufte ihn weltweit sieben Millionen mal.

Das zweite Album „Die Römer“ entstand mit dem Musikproduzenten und Soundmixer Robert Ponger. Diesen hatte Markus Spiegel mit Falco zuammen gebracht. Der an das erste Album angeknüpfte Erfolg blieb deutlich hinter den großen Erwartungen zurück. Die war auch der Grund für Falcos Wechsel zu den niederländischen Produzenten, den Brüdern Rob und Ferdi Bolland. Mit ihnen entstand das Album „Falco 3“. Beeindruckt von Milos Formans Kinofilm „Amadeus“ entstand „Rock me Amadeus“, der Falcos größter Hit zu Lebzeiten war und bleiben sollte.

„Falco Das Musical“ – eine Erfolgsproduktion

Die Hommage an das größte Genie der deutschsprachigen Pop- & Rapgeschichte, hat seit seiner Weltpremiere im Jahr 2017 mehr als 300.000 Zuschauer begeistert. Vom 09. Februar bis zum 24. Mai haben alle Freunde und Fans des unsterblichen Sängers und Musikers in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Gelegenheit, das erfolgreichste Falco Musical (noch einmal) zu sehen.

Die legendäre österreichische Schauspieler Helmut Qualtinger sagte einmal:

In Wien musst’ erst sterben, damit sie dich hochleben lassen. Aber dann lebst’ lang.

Auf wen sollte dieses Zitat besser passen, als auf den größten Popstar der Alpenrepublik Österreich.

Am 06. Februar 198 starb der österreichische Superstar Johannes Hölzel in der Dominikanischen Republik bei einem Autounfall. Der tragische Tod des damals erst 40jährigen Sängers und Künstlers ist mittlerweile schon 22 Jahre her. Aber seine Musik ist lebendiger denn je. Auch wir konnten uns gemeinsam mit dem begeisterten Publikum im ausverkauften Theater am Potsdamer Platz davon überzeugen.

Falco - Das Musical Hauptdarsteller Alexander Kerbst

„Falco – Das Musical” begeistert mit einer gelungenen Kombination aus legendären Falco-Hits und der spannenden Geschichte seines bewegten Lebens.

Falco – Das Musical beginnt da, wo alles endet, dem schrecklichen Autounfall des Superstars in Puerto Plata in der  Dominikanischen Republik. Falcos Manager Markus Spiegel erzählt im Musical aus seiner Sichtweise den schnellen und rasanten Aufstieg des Wiener Popstars. Spiegel, der als erster Falcos Talent entdeckte und ihn in den ersten Jahren seiner begleitete, war auch nach der Trennung bis kurz vor dem Tod sein Ansprechpartner.

Falco stieg der Erfolg zu Kopf

Eine gefährliche Mischung aus Wiener Schmäh, Wunsch nach Aufmerksamkeit, Hang zu Frauen, Alkohol und Drogen, kollidierte stets mit seinem großen Ego. Falco wurde zum Star, dem Idol der Jugend, dem Mittelpunkt der Wiener Gesellschaft und zum Frauenliebling, aber auch zum Weiberhelden. Die Musical-Figuren „Jeanny“ und „Ana Conda“ zeigen die Zerissenheit des musikalischen Ausnahmetalents. Es ist wie bei „Jekyll and Hyde“: Der abgehobene, arrogante, provokante und unnahbare Superstar und der verletzbare, sensible und nachdenkliche Johannes Hölzel. Je größer Falcos Erfolg wurde, um so mehr wuchs seine panische Angst davor zu scheitern. Die Angst doch nicht so großartig zu sein, wie man kannte und er sich gab. Auf der Höhe seines Erfolges konnte er nur an seinen Untergang denken. Ein Zustand, der ihn leider immer trauriger und depressiver machte.

Das zweistündige Musical führt den Zuschauer durch Höhen und Tiefen des Musikers Falco. Exzentrische und bildgewaltige Projektionen und Original-Videosequenzen geben einen spannenden Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt des Künstlers. Aber es zeigt auch den Menschen, der sich immer hinter der schillernden Pop-Ikone verborgen hielt. Im Musical versuchen Engel und Teufel Falco, einen Menschen der immer nur auf der Überholspur lebte, auf  die jeweilige Seite zu ziehen.

Falco – seine Songs sind immer noch aktuell

In „Falco – Das Musical“ werden von einer hervorragenden Band alle großen Hits, aber auch die nicht so ganz bekannten Songs, live auf die Bühne zurück geholt. Extravagante Choreographien, schrille Tanzeinlagen und nicht zuleztzt der großartige Falco-Darsteller Alexander Kerbst lassen den Mythos wieder aufleben.

Alexander Kerbst ist Hauptdarsteller in Falco das Musical

Das von einem begeisterten Publikum gefeierte Finale von „Falco- Das Musical“

Die Songs reichen dabei von den ersten Erfolgen wie „Ganz Wien“ und „Der Kommissar“ über „Vienna Calling“, „Jeanny“ und natürlich „Out of the Dark“. Aber auch Titel wie „Emotional“ und der heute noch aktuelle Song „Europa“ begeistern neben dem Welthit „Rock me Amadeus“ das Publikum von jung bis alt.

Ehemalige Weggefährten sorgen für eine authentische Show

Neben Falcos ehemaligen Bandleader Thomas Rabitsch als musikalischer Leiter, stand auch Falcos Freund und ehemaliger Manager Horst Bork dem Passauer Produzententeam von COFO Entertainment beratend zur Seite. Dies ist sicher einer der Hauptgründe, warum diese großartige Hommage in Form eines Musicals, nicht nur alle alten Falco-Fans begeisterte, sondern ebenso die erfahrenen Musikkenner und -kritiker.

Der Hauptdarsteller Alexander Kerbst

Wie sehr Falco bis heute die Gemüter zu bewegen und zu erregen vermag, ist schon impossant.

Zitat Alexander Kerbst (Darsteller)

Der 1964 in Jena geborene Schauspieler und Musicaldarsteller Alexander Kerbst studierte von 1985-1989 in Leipzig an der Theaterhochschule Leipzig. Auf Grund seiner besonderen Fähigkeiten absolvierte er während seines Studiums einen Förderkurs für Chanson und Musical. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist er auch als Regisseur tätig. Seit 2017 verkörpert Alexander Kerbst, der mit der Sängerin, Schauspielerin und Musicaldarstellerin Stefanie Kock das Script zu „Falco – Das Musical“ geschrieben hat, die Hauptrolle in dieser Erfolgsproduktion.

Am meisten beeindruckt hat mich aber, wie viele junge Menschen in die Show kommen. Junge Menschen, die erst  nach Falcos Tod geboren wurden und ihn nur aus dem Radio kennen. Die jugendlichen Fans kommen mit selbstgemalten Falco-Bildern, lassen alte LPs signieren und singen auch die unbekannteren Songs mit. Für mich steht fest: Wenn ein Künstler mit seiner Musik auch die Kinder und Enkel seiner damaligen Fans erreicht, dann ist er wirklich unsterblich.

Zitat Alexander Kerbst

Alexander Kerbst sieht Falco zum Verwechseln ähnlich. Er verkörpert und erfüllt die Figur perfekt mit Leben. Bereits in dem Musical „Falco meets Amadeus“ überzeugte er sowohl das Publikum, als auch die Kritiker.

Die Berliner Moderatorin Jean Bork hat den Falco Hauptdarsteller Alexander Kerbst kurz vor der Show in seiner Garderobe zu einem Interview getroffen.

„Falco Das Musical“  unser Fazit

Es gibt Momente da passt einfach alles: Der schwarze Anzug, die dunkle Sonnenbrille, das Aussehen und der Gesang. Alexander Kerbst sieht nicht nur Falco sehr ähnlich. Mit seiner Mimik, den hektischen Bewegungen, dem Wiener Dialekt und seiner Stimme verkörpert er den Popstar Falco perfekt. Wir haben im Theater am Potsdamer Platz mit „Falco – Das Musical“ eine großartige zweienhalbstündige Performance erleben dürfen. Das rund 35-köpfige Ensemble überzeugte mit einer beeindruckenden Show, starker Band, gutem Sound, authentischer Musikdarbietung, guter Choreographie und buntem abwechslungsreichen Bühnenbild. Wir erlebten live und mit dem einen oder anderen Gänsehautmoment den rasanten Aufstieg und dramatischen Fall des Superstars aus Österreich.

Unser Prädikat: sehr empfehlenswert!

Alle aktuellen Termine für „Falco – Das Musical“ finden Sie hier.

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