Katalonien Reisetipps von Jean Bork

Unsere Redakteurin Jean Bork war für einige Tage unterwegs in Nordspanien und hat Katalonien besucht. Was Sie auf ihrer Reise erlebt hat, erfahren Sie in Ihrem Reisebericht. Ihre persönlichen Katalonien Reisetipps lesen Sie in unserer Rubrik „Reise & Urlaub“.

Katalonien ist mehr als Barcelona

Katalonien ist eine Region im Nordosten von Spanien, welche für ihre Badeorte an der Costa Brava ebenso bekannt ist, wie für die Pyrenäen.

Gewaltige Berge, liebliche Täler, weite Landschaften und traumhafte Küsten mit langen Sandstränden und kleinen Buchten – diese Vielfalt erleben Sie in Katalonien. Hier finden Sie praktisch alle Landschafts- und Vegetationstypen. Gleichzeitig können Sie auch die berühmte Metropole Barcelona besichtigen, die genauso vielfältig ist wie die Region selbst.

Jean Bork’s persönliche Katalonien Reisetipps

Begleiten Sie die Berliner Moderatorin Jean Bork mit auf ihrer kleinen Reise durch Katalonien. Eine Reise, so bunt und vielseitig wie eine Patchworkdecke.

Jean Bork hat viele Katalonien Reisetipps

Die Moderatorin Jean Bork ist begeistert von der Schönheit und Vielfalt Kataloniens. (c) Holger Miethig

Die Katalonien Reisetipps starten in der Hafenstadt Tarragona

Wir starten in Tarragona. Tarragona ist eine Hafenstadt in Katalonien im Nordosten Spaniens. Hier leben ca. 800.000 Menschen inmitten römischen Gebäuderesten aus der Zeit der römischen Kolonie Tarraco. Hier können Sie entspannt einen ganzen Tag verbringen, um die Sehenswürdigkeiten und gleichzeitig das bunte Treiben der Stadt zu genießen.

Sie können bequem mit dem Zug oder dem Auto anreisen. Wählen Sie den Zug, gehen Sie vom Bahnhof einige Schritte einer wunderschönen Treppe nach oben. Der kühle Wind der Küste wird Ihnen gut tun. Sie haben einen herrlichen Blick über den Hafen und den einladenden Sandstrand direkt vor Ihrer Nase. Eine wunderbare Aussichtsplattform erwartet Sie, um hier das erste Erinnerungsfoto zu schießen. Die Kulisse eingerahmt von Palmen und blühendem Oleander wird Sie überzeugen. Von dort können Sie schon einen kleinen Blick auf unsere erste Sehenswürdigkeit erhaschen.

Ein Besuch vom Amphitheater von Tarragona

Direkt am Mittelmeer befindet sich das Amphitheater von Tarragona aus dem 2. Jahrhundert. Ein Teil der Sitzreihen wurde aus dem Felsen ausgebragen. Hier konnten 14.000 Zuschauer Gladiatorenkämpfe und Raubtierkämpfe als auch öffentliche Hinrichtungen erleben.

Heute können Sie dies auch noch bewundern, allerdings in kleiner Form als erlebnisreiches Abendprogramm mit Schauspielern ohne Blutvergießen, sondern eher mit Spaß und einer kleinen Zeitreise verbunden.

Die Altstadt von Tarragona

Vorbei am Amphitheater begeben wir uns in die Altstadt von Tarragona. Kleine Gassen führen uns zu weiteren römischen Überresten, vorbei am Forum Romanum, dem Grabmonument Torre desl  Escipions, dem Triumphbogen Arc de Berà und entlang des Passeig Arqueològic (Archäologische Promenade).

Dieser Weg zieht sich entlang der wunderschönen alten Stadtmauer hin, die auf das 3. Jahrhundert v. Chr. zurückgeht. Man vermutet jedoch, dass diese Mauer noch älter sein könnte, da die zyklopischen Steinblöcke von mehreren Tonnen  ohne Fugen zusammengefügt wurden. Jedoch egal, wie alt sie sind, der Anblick ist einmalig und mit 8 Euro Eintritt können Sie innen alles besichtigen und der damaligen Zeit ein bisschen näher sein.

Die Kathedrale von Tarragona – gehört zu den Katalonien Reisetipps

Aus der Ferne hören wir den Klang von Kirchenglocken durch die Stadt Tarragonas. Diese erklingen von der Kathedrale in Tarragona (Catedral Basilica Metropolitana i Primada de Tarragona). Sie ist die zentrale Kirche der Stadt und wurde auf einem Hügel zusammen mit einem Kloster an der Stelle eines römischen Tempels erbaut, von dem noch Säulen im Klosterhof erhalten sind. Hier können Sie die Ruhe und Stille geniessen.

Der wunderschön angelegte Klostergarten zaubert Ihnen ein Lächeln ins Gesicht, weil er so märchenhaft schön gestaltet wurde. Eigentlich fehlt nur noch leichter Mönchsgesang und der Ort wäre an innerer Entspannung und Ruhe nicht zu übertreffen.

Sollten Sie an einem Sonntag Tarragona erleben wollen, können Sie vor der Kathedrale am bunten Antikmarkt vorbeischlendern. Ich habe schon viele alte Schätze gefunden, die ich sehr lieb gewonnen habe.

…weiter geht es zur Aquäduktbrücke Aqüeducte de les Ferre

Nach einem kühlen Bier oder auch „Cerveza“ genannt, begeben wir uns Richtung Aquäduktbrücke Aqüeducte de les Ferres (auch Pont del Diable genannt). Zu Fuß würde ich Ihnen diesen Weg nicht raten Wählen Sie das Auto oder auch gern das Taxi.

Wenn Sie jetzt fragen, ob sich dieser Besuch lohnt? Oh ja, das tut er! Diese Brücke nennt sich zwar übersetzt „Brücke des Teufels“, aber ich kann Ihnen versichern, es ist alles ganz friedlich dort. Diese Brücke ist ein römisches Aquädukt, das die Senke des Barranc de les Arcs bei Tarragona überspannt und damals das Wasser vom Fluss Francoli ins antike Taracco leitete. Es zählt zu den besterhaltenen antiken Aquädukten und ist das größte in Katalonien.

Katalonien Reisetipp: Aqüeducte de les Ferreres

Das Aqüeducte de les Ferreres (auch als Pont del Diable bekannt, katalanisch für „Brücke des Teufels“) ist ein römisches Aquädukt. Es zählt zu den besterhaltenen antiken Aquädukten. (c) Jean Bork

Sie können oben auf dem Aquädukt laufen und schöne Fotos machen. Gleichzeitig ist diese Brücke von duftenden Pinien umgeben. Diesen schönen Ort sollten Sie auf keinen Fall verpassen, und wenn Sie es zeitlich einrichten können, den Sonnenuntergang von dort geniessen.

Das römische Ensemble Tarracos darf nicht in den Katalonien Reisetipps fehlen

Wir möchten an dieser Stelle unbedingt noch erwähnen, dass das gesamte römische Ensemble Tarracos  im Jahre 2000 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde. Witzigerweise werden noch heute bei Bauarbeiten immer wieder Reste alter römischer Bauten gefunden.

Auf Bitten der Archäologen werden daraufhin die Bauarbeiten oft unterbrochen. Das gefällt den Bauherren natürlich nicht, aber die Geschichte bahnt sich heute immer noch ihren Weg durch Tarragona und wartet darauf von Ihnen entdeckt zu werden.

Siurana – ein malerisches Dörfchen mit 36 Einwohnern

Möchten Sie die Berge in ihrer vollen Pracht geniessen, dürfen Sie eine kurvenreiche Fahrt nach Siurana auf keinen Fall verpassen. Entweder mit dem eigenen Auto oder mit dem Reisebus können Sie sich den Weg dorthin bahnen.

Siurana befindet sich in der Gemeinde „Cornudella de Montsant“ und ist ein malerisches Dörfchen mit gerade mal 36 Einwohnern. Es liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich von Tarragona auf einem mächtigen Kalksteinfelsen in 737 Meter Höhe.

Die charakteristische Felsenlandschaft zieht Sportkletter aus aller Welt dorthin. Denn es  existieren hier einige der schwersten Kletterrouten der Welt, unter anderem der „Golpe de Estado und La Rambla“. Sind sie eher nicht der sportliche Typ, können Sie aber auch so die schöne Gegend und das malerische Dörfchen geniessen.

Kleiner Tipp: diese Region des Priorat ist übrigens für sein Olivenöl mit geschützter Ursprungsbezeichung  Siurana bekannt.

In einem kleinen Restaurant dürfen Sei sich gern zurücklehnen und bei traditionell katalanischer Küche das frische Öl geniessen. Sie werden feststellen, wie rein das Öl ist und den reinen Geschmack nie vergessen.

Wir übernachten in einem Berghotel

Sollten Sie sich in diesen schönen Ort verliebt haben, spricht nichts dagegen eine Nacht in einem gemütlichen Berghotel im Dörfchen zu verbringen. Die Nacht im Doppelzimmer beträgt im Juli um die 95 Euro inklusive Frühstück. Die Aussicht ist sensationell und die Sonnenuntergänge einfach nur traumhaft.

Wenn die Nacht einbricht, und Sie bei einem gemütlichen Vino auf der Terrasse sitzen und spanischer Gitarrenmusik lauschen, können Sie den atemberaubenden Sternenhimmel bewundern. Das ist Siurana, das romantische Bergdörfchen.

Katalonien hat viel zu bieten

Wie Sie sehen hat Katalonien viel zu bieten: malerische Dörfer und Städtchen am Meer. Hierzu gehören auch Cambrils und Altafulla.

In Cambrils sollten Sie es nicht versäumen eine Paella mit fangfrischem Fisch zu verspeisen. In Altafulla gibt eine verkehrsberuhigte Altstadt mit vielen kleinen Gassen und einem langen Strand, um sich danach zu erfrischen.

Küstenort Altafulla gehört zu den Katalonien Reisetipps

Der idyllische Küstenort Altafulla in der spanischen autonomen Region Katalonien gehört zu den persönlichen Katalonien Reisetipps von Jean Bork. (c) Holger Miethig

Salou – ein Ort zum Feiern

Ein Ort zum Feiern hat Katalonien auch zu bieten: Salou nennt sich das turbulente Örtchen und ist heute noch ein beliebtes Reiseziel der Costa Daurada mit kilometerlangen Sandstränden und einer genauso langen Palmenpromenade.

Mitte August zur Sommerwende gibt es hier die Festivität „Noches Daurades“ (Dauradische Nächte). Jeden Tag gibt es dann feierliche Aktionen und Traditionen, Konzerte, Feuerwerk, Tänze und vieles mehr.

„Santa Maria del Mar“ ein besonderes Highlight in den Katalonien Reisetipps

Ein besonderes Highlight ist, wenn die Skulptur der „Santa Maria del Mar“ zusammen mit der Bevölkerung Salous und den touristischen Besuchern zum Hafen getragen wird. Selbst der Bürgermeister  ist vor Ort. Von der gleichnamigen Kirche „Santa Maria del Mar“ wird sie ganz liebevoll und vorsichtig in ein Boot gesetzt, was mit Lichterketten geschmückt ist und aufs Meer gebracht, natürlich in Begleitung.

Man sagt, sie schützt somit die Fischer vor Gefahren und beschenkt sie mit großem Fischreichtum. Das große Feuerwerk am letzten Abend am Strand lässt die Dauradischen Nächte enden und uns abschliessend nochmal träumen.

Katalonien Reisetipps: Barcelona – die Hauptstadt Kataloniens

Was hatten wir noch nicht in unseren Katalonien Reisetipps? Richtig, natürlich Barcelona.

Barcelona, DIE STADT Kataloniens mit einem Facettenreichtum an Architektur zwischen Jung und Alt, einem erstklassigen Fußballverein und künstlerischen Wunderwerken.

Im Übrigen soll die Sagrada Familie im Jahr 2026 fertiggestellt werden. Mein letzter Barcelona-Besuch beweist, dass die Prognose genauer, ist als der Bau des Flughafens BER. Die Kräne sind jetzt beim Abschluss nur noch mit den Kirchturmspitzen beschäftigt und schon jetzt lässt sich aus der Ferne erahnen, wie atemberaubend schön diese Kathedrale wird.

Basílica i Temple Expiatori de la Sagrada Família

Die „Basílica i Temple Expiatori de la Sagrada Família“, so ist ihr voller Name, ist das Projekt überhaupt in Barcelona, wenn nicht sogar in ganz Spanien.

Der Bau der Kathedrale begann 1882 von Antoni Gaudí. Aller Wahrscheinlichkeit nach sollte Gaudi rund 43 Jahre an der Kirche arbeiten.  Wurde er damals auf eine baldige Fertigstellung angesprochen, hiess es immer nur von Gaudí: „Mein Kunde hat keine Eile.“

Viel möchte ich nicht vorwegnehmen, aber auch wenn sie noch 6 Jahre braucht, bis sie nach den Ideen Gaudis komplett errichtet wurde, so lohnt sich jetzt schon ein Besuch in jedem Fall.

Gaudí liebte die Natur, und dies sehen wir sowohl in all seinen anderen Schöpfungen, wie z.B. dem Park Güell als auch in der Sagrada Familia. Ich war dort, und es hat mich jetzt schon so sehr fasziniert, dass ich die Besichtigung in 2026 kaum erwarten kann.

…auch die schönste Reise geht einmal zu Ende

Mit Barcelona sind wir auch schon am Ende unserer Reise durch diese faszinierende Region. Ich hoffe, ich konnte Sie ein wenig in das vielseitige und malerische Katalonien entführen.

Widmen Sie sich diesem wunderbaren Teil Spaniens und besuchen Sie die vielfältigen Orte dieser Region. Ich weiss, Sie werden genauso begeistert sein wie ich.

Viele wichtige Informationen finden Sie auf der Webseite: katalonien-tourismus.de, um sich ihre individuelle katalanische Abenteuerreise zusammenzustellen, gefüllt mit altrömischer Geschichte, köstlichem Wein, malerischen Landschaften und traumhaften Stränden mit kristallklarem Wasser.

Viva Espana… Viva Katalonien!

Ihre Jean Bork

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