KU’DAMM 56 – Das Musical in Berlin

KU’DAMM 56 DAS MUSICAL. Berlin ohne Kurfürstendamm? Undenkbar! Aus dem Reitweg vom Stadtschloss Berlin zum Schloss Grunewald wurde im Laufe der Jahrhunderte eine gut frequentierte Shopping- und Flaniermeile mit Luxusboutiquen, Cafés, Restaurants, Hotels, Theatern und anderen Kulturstätten. Sie alle sind ein beliebter Treffpunkt von Einheimischen und Touristen, Künstlern und Prominenten sowie Leuten wie Du und ich. Unzählige Geschichten ranken sich um den kurz Ku’damm genannten Boulevard im Westteil der Stadt. Und eine davon erzählt das Musical „KU’DAMM 56“ in Berlin im Theater des Westens.

Der ZDF Dreiteiler „Ku‘damm 56“ 2016 begeisterte über sechs Millionen TV Zuschauer und wurde als Musical adaptiert. Wir haben das derzeit erfolgreichste deutsche Musical besucht und berichten Ihnen in unserer Rubrik „Kunst & Kultur“ darüber.

ZDF Serie Grundlage für „KU’DAMM 56 Das Musical“

Im März 2016 erzielte das  ZDF mit der in drei Teilen ausgestrahlten  Fernsehserie „Ku’damm 56“ einen so nicht erwarteten TV Hit – mit einer Einschaltquote von 5,5 – 6 Millionen Zuschauern, die auch das junge Publikum an die Bildschirme lockte. Berlin  Mitte der fünfziger Jahre – die Trümmer sind weitestgehend beseitigt. Durch den Marshallplan geht es mit der Wirtschaft voran und der Westteil der geteilten Stadt erstrahlt in neuem Glanz. Die 6. Berlinale vom 22. Juni bis 3. Juli 1956 lockt internationale Stars wie Gene Kelly, Gary Cooper und Lilli Palmer nach Berlin.

Meine Inspiration für „Ku’damm 56“, für die Figuren, waren die Erzählungen meiner Eltern über diese Zeit. Immer wieder tauchte der Name einer unmöglichen Monika auf. Sie war nicht anständig, poussierte mit Jungs, trug Petticoats und las Romane! Eine Helga gab es auch, eine Freundin meiner Mutter, gutmütig, anständig, bemüht, allen Erwartungen gerecht zu werden. Auch Vorbilder für die berechnende Eva, die ‚auf dem Standesamt promovieren‘ will – wie das damals hieß – kamen in vielen Erzählungen vor. Aber am meisten interessierte mich diese Monika, denn der Umgang mit ihr war verboten. Sie war also gefährlich.

Zitat: Anette Hess, ZDF Drehbuchautorin und Grimme-Preisträgerin

Kurfürstendamm 56 – Caterina Schöllack und die Tanzschule Galant

Am Kurfürstendamm 56 leitet Caterina Schöllack die Tanzschule Galant allein, da Ihr Ehemann und Vater Ihrer 3 Töchter seit 1944 als verschollen gilt. Unterstützt wird sie von Fritz Assmann, der ein langjähriger Freund der Familie und nebenbei ihr Geliebter ist. Ihr Bestreben ist es, ihre drei Töchter Helga, Eva und Monika so gut wie möglich zu verheiraten, damit diese sich vorteilhaft in der besseren Gesellschaft etablieren können. Helga und Eva verhalten sich standesgemäß, ganz dem Wunsch der Mutter folgend. Helga ist die Braut des jungen Staatsanwalts Wolfgang von Boost und Eva flirtet mit dem Leiter der Klinik, in der sie als Krankenschwester arbeitet.

Nur Monika fügt sich nicht in die ihr zugedachte Rolle, sie fliegt wegen ungebührlichen Verhaltens von der Haushaltsschule und kehrt zurück in die Tanzschule. Ihre Mutter missbilligt dies ausdrücklich und befürchtet, dass sie keinen Mann finden wird, der sie heiratet. Der Fabrikantensohn Joachim Franck wird für seinen vorgezogenen Abschluss in der  „Benimmschule“ von Catarina Schöllack erzwungener Maßen der Tischherr von Monika. Aus Frust betrinkt er sich und wird übergriffig. Die Familie der Francks lehnt eine Heirat mit Monika strikt ab, die daraufhin versucht, sich das Leben zu nehmen, aber noch rechtzeitig von ihren Schwestern gefunden wird. Monika übernimmt auf Drängen von Fritz Assmann einen Anfänger-Tanzkurs und entdeckt nach anfänglichen Schwierigkeiten ihre Liebe zum Rock‘n‘Roll.

Kudamm 56 Das Musical

Kudamm 56 Das Musical: Caterina Schöllack und ihre Töchter Helga, Eva und Monika. Foto: (c) Jörn Hartmann – Dominic Ernst

Die „heile Welt“ beginnt zu bröckeln

Die Fassade der „Heilen Welt“ von Catarina Schöllack beginnt zu bröckelt. Die Tanzschule ist nicht seit 1906 in Familienbesitz, sondern gehörte bis 1936 einer jüdischen Familie, die im Konzentrationslager umgebracht wurde. Ihr Ehemann Gerd Schöllack ist schon vor 2 Jahren aus Kriegsgefangenschaft in den Ostteil der Stadt zurückgekehrt und hat sich zum Antifaschisten entwickelt. Monika hat seine Adresse ausfindig gemacht und erfährt, dass nicht er, sondern Fritz Assmann ihr Vater ist.

Die Ehe von Helga gestaltet sich schwierig, da ihr Mann homosexuell ist und auch damals übliche Behandlungen gegen die „Krankheit“ nicht den erhofften Erfolg brachten. Auch Evas Liebelei zu einem Fußballer aus Ostberlin hat keine Zukunft, so dass sie „Ja“ zum Heiratsantrag ihres Chefs Prof. Dr. Fassbender sagt.

Monika entwickelt sich vom verhuschten, unsicheren hässlichen jungen Entlein zum stolzen Schwan. Sie trifft sich weiterhin mit Joachim Franck und tanzt heimlich Rock‘n‘Roll mit Freddy Donath. Da sie auf einem Turnier von Tanzschülern gesehen wurde, wollen diese, dass Monika sie auch die modernen Tänze in der Schule lehrt. Sie wird schwanger von Freddy Donath und nähert sich gleichzeitig Joachim Franck, der nach einem Autounfall wesensverändert ist. Letztendlich merkt Monika aber, dass sie noch nicht bereit ist, sich zu binden.

Berliner Frauen in der Zeit des Wirtschaftswunders

Die Geschichte spiegelt die widersprüchliche Situation der Frauen in der Zeit des Wirtschaftswunders  wider. Während die Frauen im Osten zumindest per Gesetz gleichberechtigt sind und ihr Leben selbstbestimmt gestalten können, ist im Westen der Platz der Frau an der Seite ihres Mannes. Hier gibt es noch den alten Mief in den Köpfen. Aber es herrscht auch Aufbruchsstimmung, Rebellion und der Versuch, sich aus alten Zwängen zu emanzipieren.

„Ku’damm 56“ Schauspieler

„Ku’damm 56“ beschert der Hauptdarstellerin der Monika Schöllack, Sonja Gerhardt einen ungeheuren Bekanntheitsgrad. In den weiteren Rollen brillieren Claudia Michelsen als Übermutter und Tanzschulleiterin Caterina Schöllack, Maria Ehrlich als angepasste Helga und Emilia Schüle als berechnende und ihren Platz suchende Eva. Der sinnsuchende und schwermütige  Joachim Franck wird von Sabin Tambrea verkörpert. Trystan Prüter gibt den mit den Geistern der unmittelbaren Vergangenheit kämpfenden Freddy Donath, der im Rock‘n’Roll Vergessen sucht. Prof. Dr. Jürgen Fassbender wird von Heino Ferch gespielt. August Wittgenstein mimt überzeugend die Zerrissenheit von Helgas Mann Wolfgang von Boost. Uwe Ochsenknecht als Fritz Assmann, der der leibliche Vater von Monika ist und Robert Schupp als geläuterten Gerd Schöllack komplettieren die Riege der hervorragenden Darsteller.

ZDF Serie wird mit „Ku’damm 59“ fortgesetzt

Der große Erfolg der ersten Serie veranlasste die Macher, die Geschichte weiter zu erzählen. Wieder produziert von Nico Hofmann, Benjamin Benedict, und  Marc Lepetit und unter der Regie von Sven Bohse strahlte das ZDF am 18., 19. und 21. März 2018 die Fortsetzung „Ku’damm 59“ aus. Helga und Wolfgang adoptieren Monikas Tochter Dorli und kaschieren so die Homosexualität von Wolfgang. Monika und Freddy feiern als Schlagerduo „Nicky und Freddy“ große Erfolge bis herauskommt, dass sie eine Tochter hat. Eva flieht vor ihrem gewalttätigen Ehemann und genießt ihre Macht über Männer, bis sie zurückkehrt und mit einer Tonbandaufnahme des Gewaltausbruches  ihren Mann dazu erpresst, ihr ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Nach Irrungen und Wirrungen heiratet Monika Joachim.

„Ku’damm 63“ folgt im März 2021

Im  März 2021 wird die ebenfalls in Teilen ausgestrahlte Serie unter dem Namen „Ku’damm 63“ fortgesetzt. Joachim wird depressiv und wählt nach einem Kurztrip mit Monika an der Ostsee den Freitod. Monika überträgt nach seinem Tod ihre Anteile an den Franck-Werken einer Stiftung einer Stiftung für Psychische Erkrankte, beginnt zu komponieren und nimmt am Vorentscheid zum Grand Prix teil. Sie kauft Freddy seinen Club ab und begibt sich mit Tochter Dori wieder in seine Nähe.

Helga und Wolfgang verlieren ihr Kind. Wolfgang sucht nach seiner verlorenen Liebe Hans Liebknecht im Ostteil der Stadt und siedelt nach Helgas Verrat über. Helga übernimmt die Tanzschule. Eva stößt im Streit ihren Mann die Treppe herunter, der an Genickbruch stirbt, in dessen Folge sie trotz der Tonbandaufnahme zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird.

Hier endet vorerst die Geschichte, der offene Ausgang lässt aber noch Raum für etwaige Weiterführung der Geschichte.

Von der TV-Serie zu „KU’DAMM 56 Das Musical“

Nicht Stage Entertainment hatte die Idee zu „Ku’damm 56 Das Musical“, sondern die  Produktionsfirma UFA Fiction und die Plattenfirma BMG überlegten gemeinsam mit dem ZDF, wie man den Stoff „Ku’damm 56“ weiterentwickeln könnte. Sehr schnell wurde klar, dass das Musical Ku’damm 56 in Berlin aufgeführt werden sollte. Hier bot sich förmlich das Theater des Westens an, welches nur wenige Meter vom Kurfürstendamm, dem Originalschauplatz liegt. Und so wurde Stage Entertainment als Partner ins Boot geholt.

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Erfolgsduo Peter Plate und Ulf Leo Sommer musikalische Wunschpartner

Als  musikalische Wunschpartner kamen Peter Plate und Ulf Leo Sommer ins Spiel, die neben ihrer  Songschreiber-Zusammenarbeit u. a. für Rosenstolz, Max Raabe und Sarah Connor bereits mit Musicals wie „Romeo und Julia“ und „Bibi und Tina“ erfolgreich waren.

Die schon für die ZDF-Serie verantwortliche Autorin und Grimme-Preisträgerin Annette Hess schrieb auch für „Ku’damm 56 Das Musical“ das Drehbuch. Die Herausforderung hierbei war, den Inhalt der drei Folgen der ersten Staffel  zu verdichten und andere Dinge in den Vordergrund zu stellen als in der Serie. „Ku’damm 56 Das Musical“ sollte kein Abklatsch der TV-Produktion werden, sondern insgesamt rauer und keinesfalls plüschig.

Peter Plate & Ulf Leo Sommer

Ulf Leo Sommer und Peter Plate (v.l.n.r) Foto: (c) Olaf Blecker

„Fack ju Göhte“ Musical Regisseur Christoph Drewitz mit an Bord

Als Regisseur konnte  Christoph Drewitz gewonnen werden, der davor schon mit den Musical-Inszenierungen von „Fack ju Göhte“ und „Die fabelhafte Welt der Amélie“ für Überraschung sorgte. Schon die Serie fand er cool und freute sich sofort auf die Zusammenarbeit mit Peter Plathe und Ulf Leo Sommer. Außerdem konnte als Choreograph Jonathan Huor für das Projekt begeistert werden. der u. a. zuletzt in St. Gallen die Neuinszenierung von „Tanz der Vampire“ und die Uraufführung von „Matterhorn“ choreografierte.

Bis November 2019 wurde der Stoff des Musicals Kudamm 56 entwickelt. Anschließend in einem zweiwöchigen Workshop mit einem Ensemble aus Musicaldarstellern inszeniert und durchgespielt. Auch in der Corona-Zwangspause ging die Arbeit weiter.

„KU’DAMM 56 Das Musical“ Premiere November 2021

Bereits im Vorfeld der Uraufführung wird „Ku’damm 56 Das Musical“ promotet. Mit einjähriger Verspätung wird im März 2021 die Premiere für Ende November 2021 angekündigt und gleichzeitig  der erster Song „Berlin, Berlin“, gesungen Freddy-Darsteller David Jakobs, samt Musikvideo auf YouTube veröffentlicht. Etwas später folgen der Song „Ich tanz allein“ der Monika-Darstellerin Sandra Leitner und das Lied „Monika“, das neben David Jakobs von der Eva-Darstellerin Isabel Waltsgott interpretiert wird.

Sehr schnell werden die Songs tausende Male aufgerufen. Auch ein Album wird vor der Premiere aufgenommen. „Die Produzenten gehen hier für Deutschland völlig neue Wege“, unterstreicht Regisseur Christoph Drewitz. „Die Musik ist wirklich der Hammer“.

Am 28.11.2021 ist es dann endlich soweit – das Ku’damm 56 Musical feiert seine fulminante Uraufführung im ausverkauften Stage Theater des Westens. Standing Ovations – das Publikum tobte vor Begeisterung.

„Ku’damm 56 – Das Musical“ als Hommage an Berlin, den Spirit der bewegten 50er Jahre einfangend, leidenschaftlich dargestellt und interpretiert von hervorragenden Künstlern.

Die KU’DAMM 56 Musical Darsteller

Nachfolgend finden Sie Kudamm Musical Besetzung:

Monika: Sandra Leitner

Freddy: David Jakobs

Caterina: Katja Uhlig

Joachim: David Nádvornik

Helga: Tamara Pascual

Eva: Isabel Waltsgott

Wolfgang: Dennis Hupka

Otto Franck: Rudi Reschke

Fassbender: Holger Hauer

Assmann: Thorsten Tinney

Gerd Schöllack: Marco Billep

Sandra Leitner, 25, („Die fabelhafte Welt der Amelie“) verkörpert in „Ku’damm 56 Das Musical“ die Rolle der Monika Schöllack. Sie brilliert in ihrer Darstellung der Verwandlung vom Mauerblümchen zur selbstbewussten und selbstbestimmten jungen Frau.

Sandra Leitner

Sandra Leitner Foto: (c) Linda Rosa Saal

David Jakobs, 38, („Der Glöckner von Notre Dame“) spielt und singt den Freddy in all seiner Zerrissenheit – unangepasst, rebellisch, mit alten Dämonen kämpfend, und vor allem freiheitsliebend.

David Jakobs

David Jakobs Foto: (c) Philipp Ditrich

Pressestimmen

Das erfolgreichste neue deutsche Musical der letzten Jahre wird auch von kritischen Stimmen und Medien als Highlight bejubelt ob der kraftvollen Energie und Lebensfreude des Stücks.

In einer Liga mit London und New York

Nordwest Zeitung

Berlin hat ein neues Mega-Musical.

Berliner Kurier

Das Musical „Ku’damm 56 ist ein doppeltes Geschenk für Berlin.

tipBerlin

Ein Großmusical mit deutschem Stoff, von hiesigen Autoren, das voller Kraft und Furor eine Hauptstadtbühne rockt.

Berliner Zeitung

Ku’damm 56 hat das Zeug zu einem Bühnen-Hit. Nicht nur, aber gerade auch in Berlin.

Morgenpost

Ku’damm 56 lässt keine Gelegenheit aus, heiße Eisen in populäre Unterhaltung mit aufklärerischer Attitüde zu verwandeln.

Tagesspiegel

Keine Spur mehr vom Mief der 1950er:,Ku’damm 56‘

Stern

KU’DAMM 56 Musical Karten und Termine

Aufgrund des sensationellen Erfolges von „Ku’damm 56 – das Musical“ wurde die Spielzeit bis September 2022 verlängert.

Informationen zu allen Termine und Tickets finden Sie hier.

KU’DAMM Musical Kritik

Ehrlich gesagt, konnte ich mir vor meinem Musical Besuch nicht so richtig vorstellen, wie der Inhalt der dreiteiligen ersten Staffel der ZDF-Produktion „Ku’damm56“ á 90 Minuten im Ku’damm Musical erzählt und dargestellt werden kann. Ich war sehr gespannt, wie dies den Produzenten-Team gelungen ist.

Vorhang auf für „Ku’damm 56 Das Musical“

Das Musical beginnt mit einem Auftritt aller  Sänger und Tänzer und dem bereits im Vorfeld der Uraufführung veröffentlichten Song „Monika“. Die Petticoat- Röcke fliegen und wippen, die Jungs in ihren Lederjacken geben die Wilden, Unangepassten und Monika betritt zaghaft die Bühne. Sie ist für mich eindeutig die Hauptfigur. Ihre Wandlung zur Monika, die weiß, was sie will und kann, wird von ihrer Darstellerin Sanda Leitner eindrucksvoll und sehr überzeugend dargestellt.

Auch die anderen Ku’damm 56 Musical Darsteller überzeugen und hauchen so ihren Figuren Leben ein. Die Kostüme sind den jeweiligen Charakteren angepasst

Die Zeit, in der das Musical Ku’damm 56 spielt, wird insgesamt härter als in der ZDF-Produktion dargestellt. Das gestörte Vater-Sohn-Verhältnis der Francks, der vermisste Vater Schöller und die unglückliche Ehe von Helga und Wolfgang werden im Musical noch einmal ganz anders beleuchtet.

Beleuchtung, Akustik und Bühnenbild spielen mit

Das Bühnenbild ist zurückgenommen, aber nicht spartanisch. Geschickt werden unterschiedliche Ebenen und Spiel-Séparées genutzt. So können  auch mehrere Schlüsselszenen der Geschichte gleichzeitig dargestellt werden, wie die Hochzeitsnacht von Helga und die Vergewaltigung von Monika.

Eine perfekte Beleuchtung setzt die Bühne und Darsteller immer ins rechte Licht und unterstützt so mit anderen Mitteln die Aussage der jeweiligen Spielszene.

Das Theater des Westens hat eine sehr gute Akustik, die auch in Ku’damm 56 – das Musical voll zum Tragen kommt. Die gesprochenen und gesungenen Texte kann man sehr gut hören und verstehen.

Ku’damm 56 – das Musical – Fazit

Was soll ich sagen – die Vorfreude war berechtigt und meine Erwartungen wurden noch übertroffen. Die Zusammenfassung der wesentlichen Handlungsstränge ist perfekt gelungen. Die Story ist auch für jemanden, der die TV-Serie nicht gesehen hat, gut zu verstehen und nachvollziehbar.

Mitreißendende Musik und aussagekräftige Songs von in zeitgemäßen Kostümen mit Leidenschaft spielenden, tanzenden, singenden Künstlern vorgetragen versetzten zurück in die Zeit unserer Mütter und Väter. Die Handlung stellt aber auch kritische Fragen und beleuchtet die Zeit des Wirtschaftswunders mit all ihren Widersprüchen.

Das Publikum war begeistert und ging voll mit. Standing Ovations nach der letzten Szene sprechen eine eindeutige Sprache. Die Zugabe des Liedes „Berlin, Berlin“, das das Zeug zum Ohrwurm hat, ebenso wie „Monika“ lassen einen stimmungsvollen Musical Abend enden.

Warum Sie unbedingt das Ku’damm 56 – das Musical anschauen sollten:

  • Lebensfreude pur trotz auch ernsterer Themen gezeigt werden
  • Tolle Musik und schmissigen Tänze zum Mitwippen bewegen
  • Geniale Darsteller die Geschichte glaubhaft erzählen
  • ein Abend für Generationen geboten wird, der schon in der Pause zum regen Austausch angeregt
  • das Theater des Westens eine wunderschöne Spielstätte ist und das Personal sehr serviceorientiert ist.

Ein absolutes Muss für Musical-Fans! Ich bin begeistert und empfehle den Besuch ausdrücklich!

Und es wird sicher nicht mein letzter Besuch von Ku’damm 56 – das Musical gewesen sein.

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