Pilgerwege in Deutschland – die schönsten Pilgertouren

Als im Jahr 2006 Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg – meine Reise auf dem Jakobsweg“ erschien, hatte wohl niemand damit gerechnet, dass der Reisebericht des Entertainers und Comedians einen Trend zum Pilgern auslösen würde. Aber das Reisebuch wurde zum Bestseller und ist einer der Gründe, dass immer mehr Menschen auf eine Pilgerreise gehen. Auch wenn viele jetzt sofort an den Jakobsweg – den berühmtesten Pilgerweg in Europa denken, so ist die Anzahl der Fernwanderwege viel größer. In unserem Beitrag möchten wir Ihnen die schönsten Pilgerwege in Deutschland vorstellen. Dabei hat jeder Pilgerweg seinen eigenen Reiz.

Pilgern ist die etwas andere Art des Wanderns. Pilger wandern auch, aber nicht nur. Was die Art der Fortbewegung angeht, besteht kein großer Unterschied zu den vielen Wandertouristen, die zwischen deutschen Mittelgebirgen und den Alpenpässen unterwegs sind.

Quelle: „Beim Pilgern setzt der „Hape“-Effekt ein“, Die Welt vom 14.03.2008


in Deutschland ist Pilgren sehr beliebt

Pilgern: Einfach den Alltag hinter sich lassen und mit jedem Schritt sich selbst und Gott ein wenig näher kommen.

Die schönsten Pilgerwege in Deutschland

In den letzte Jahren erleben die Pilgerrouten in Deutschland einen starken Boom. Neben dem Radfahren erfreut sich auch das Wandern auf den deutschen Fernwanderwegen einer wachsenden Beliebtheit. Egal ob allein oder in der Gruppe. Zu Fuß längere Entfernungen zurückzulegen und dabei im Einklang mit der Natur zu sein – Pilgern trägt ideal zu Ihrer direkten Entschleunigung bei und sorgt für den nötigen Abstand vom beruflichen Alltag.

Woher kommt eigentlich das Pilgern?

Der Urvater des Pilgerns war wohl Abraham – der Vater des Christentums, Judentums und Islams. Pilgern hat somit eine sehr alte Tradition. Im Mittelalter wollten sich viele Christen durch das Pilgern von ihren Sünden befreien. Damals waren die bevorzugten Ziele Rom, Jerusalem und natürlich Santiago de Compostela.

Während und durch die Reformation der Kirche geriet das Pilgern ins Hintertreffen. Es war damals verpönt und mancherorts sogar verboten.

Pilgern hat allerdings keine christliche Tradition. Auch in anderen Religionen wird gepilgert. So etwa sollte jeder gläubige Moslem einmal im Leben den Haddsch antreten – die Pilgerreise nach Mekka. Im Buddhismus pilgern gläubige Menschen zu Orten, an denen Buddha tätig war, wie etwa den Geburtsort, den Ort der Lehre und auch den Sterbeort.

Aus welchem Grund Menschen Pilgerwege gehen

Früher gingen Gläubige auf eine Pilgerreise, um Gott und auch dem Glauben selbst näher zu kommen. Während den Tagen oder gar Wochen des Pilgerns möchte der Pilger seinen Alltag vergessen und sich auf den Glauben besinnen.

Heute pilgern auch nichtgläubige Menschen. Sie alle vereint der gemeinsame Nenner, den Alltag hinter sich zu lassen. Das Warum ist jedoch meistens ein anderes. Bei einigen geht es darum, eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen, bei anderen ist es die Trauer um einen verstorbenen Menschen. Viele – vor allem jüngere Menschen – sehen die Pilgerreise als eine willkommene Entschleunigung der hektischen Arbeitswelt und genießen die Reise abseits von Homeoffice, Homeschooling, Laptop und Smartphone.

Alle Pilger vereint, dass der Grund nicht das Ziel der Grund sondern der Weg ist. Auf einer Länge, wie es ein Pilgerweg darstellt, findet man oft zu sich selbst und sammelt Erfahrungen, welche man lange nicht vergisst.

Pilgerwege in Deutschland: Die schönsten Fernwege für Ihre Pilgertour

Um Ihnen die Suche nach dem richtigen Fernwanderweg zu erleichtern, haben wir die schönsten Pilgerwege in Deutschland zur Planung einer Pilgertour zusammengefasst. Egal, ob Sie Gott und dem Glauben näherkommen oder einfach mal vom Alltag abschalten möchten, in Deutschland finden Sie den passenden Fernwanderweg.

Baierweg

Der sogenannte Baierweg ist eine alte Handeslroute von der Donau bis nach Böhmen, welche im 11. und 12. Jahrhundert vom Grafen von Bogen angelegt wurde.

Der Baierweg verläuft nicht nur in Deutschland, sondern führt auch durch Tschechien. Landschaftlich beeindruckt der Fernweg, der vom Donautal über den Bayrischen Wald in den Böhmischen Wald führt. Insgesamt verläuft der Baierweg über 156 Kilometer Länge, kann in etwa 7 gleich lange Etappen eingeteilt werden und vor allem auch komplett individuell etappenweise gegangen werden. Der gesamte Weg beginnt in Straubing und endet in Furth im Wald, einem Grenzort zu Tschechien. Auf dem Baierweg gibt es insgesamt 725 Höhenmeter zu überwinden.

Beuroner Jakobsweg

Wie eingangs erwähnt, ist einer der bekanntesten Pilgerwege weltweit der Jakobsweg. Teile davon findet man auch in Deutschland. Früher waren die Jakobswege, wie viele andere Pilgerwege, Handelsrouten, die auch von Pilgern genutzt wurden. Die Jakobswege haben alle ein blaues Schild mit gelber Muschel zur Erkennung.

Einer der Teile in Deutschland ist der Beuroner Jakobsweg in Baden-Württemberg. Er unterteilt sich in vier Etappen auf insgesamt 74 Kilometern. Der landschaftlich beeindruckende Weg mit einer Vielzahl an sehenswerten Gebäuden startet in Hechingen und endet in Balingen. Eines der schönsten Sehenswürdigkeiten unterwegs ist das Benediktinerkloster der Erzabtei Beuron. Einen Stopp mit Besichtigung sollte man unbedingt auf der Pilgerreise einplanen.

Bonifatius-Route

Einen der schönsten Ausgangspunkte hat wohl die Bonifatius-Route: den Mainzer Dom. Beim Endpunkt – dem Dom von Fulda – ist es ähnlich. Dieser Fernweg wurde 2004 eröffnet und lässt den Pilger den Weg gehen, den im Jahr 754 der Leichnam des Kirchenreformers Bonifatius von Mainz zurücklegte.

In neun Etappen können die insgesamt 182 Kilometer unterteilt werden. Unterwegs gibt es einige absolute Highlights zu sehen. Zuerst wandert man durch die Weingebiete im Rheingau, später sieht man die Skyline von Frankfurt am Main und den krönenden Abschluss bildet das Fuldaer Land mit seinen beeindruckenden Fachwerkhäusern.

Crescentia-Pilgerweg

Der Crescentia-Pilgerweg ist der Heiligen Crescentia von Kaufbeuren gewidmet. In dieser Stadt beginnt der rund 90 Kilometer lange Weg auch und führt durch das hügelige Allgäu. Die Landschaft macht diesen auch zu einem der schönsten Pilgerwege in Deutschland. Der Weg lässt sich optimal auf vier Tagesetappen mit etwa 20 Kilometer pro Tag aufteilen. Die Highlights unterwegs sind die zehn Tafeln, die die Lebensstation der Heiligen erzählen und den Pilger die ganze Strecke begleiten.

Das Wandern durch die wunderschöne Voralpenlandschaft in den Regionen Ostallgäu und Unterallgäu begeistert ebenfalls viele der Pilger. Entlang des Pilgerweges wird man immer wieder beeindruckende Bauwerke, wie etwa das Gut Bickenried oder die Abtei Ottobeuren, sehen.

Hermannsweg

Der 156 Kilometer lange Hermannsweg und führt durch den Teutoburger Wald. Der Weg ist Arminius gewidmet, der auch Hermann der Cherusker genannt wurde. Der Hermannsweg ist auch einer der schönsten Höhenwege in Deutschland, welcher über den Kamm des Mittelgebirges in Nordrhein-Westfalen führt.

Der Hermannsweg beginnt in Rheine und führt bis nach Marsberg. Unterwegs gibt es eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Schlösser und Burgen, wie etwa das Schloss Iburg oder die Sparrenburg, einerseits und andererseits beeindruckende Felsformationen, wie zum Beispiel das Hockende Weib oder die Externsteine. Letztere – eine Sandstein-Formation – sind eine der herausragendsten Natursehenswürdigkeiten in Deutschland.

Lutherweg

Der Lutherweg zählt zur Kategorie der längeren Pilgerwege. Er führt auf rund 400 Kilometern von Worms bis zur Wartburg in Thüringen. Diesen Weg legte Martin Luther im Jahr 1521 selbst zurück – damals ging er entlang alter Handelswege vom Reichstag in Worms zur Wartburg in Eisenach.

In Pilgerführern wird der Lutherweg in 18 Etappen unterteilt – er kann entweder über die Westroute von der Wartburg nach Worms oder die Ostroute umgekehrt begangen werden. Der Lutherweg durchquert insgesamt drei Bundesländer – Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen und unter anderem das Stadtgebiet von Frankfurt am Main. Neben der körperlichen Betätigung während des Gehens, kann man am Lutherweg die Glaubensgeschichte in Form von Denkmälern, Gebäuden und Kirchen lebendig werden lassen.

Alte Salzstraße

Eine ehemalige Handelsroute ist der Pilgerweg Alte Salzstraße. Diese Handelsroute wird heute hauptsächlich von Radfahrern und eben auch Pilgern genutzt. Diese alte Nord-Süd-Verbindung führt von Lübeck nach Lüneburg und ist 116 Kilometer lang.

Den Beginn der Sehenswürdigkeiten macht definitiv das Holstentor und das Buddenbrookhaus in Lübeck – den Abschluss bildet das Deutsche Salzmuseum in Lüneburg, welches viel interessantes Wissen rund um das Thema bietet. Unterwegs führt der Weg an etlichen Schleusen vorbei. Nahe der Stadt Mölln befindet sich eine beeindruckende Seenlandschaft, welche etwa für eine Unterbrechung ausgewählt werden kann.

Mosel-Camino

Der sogenannte Mosel-Camino ist ein Teil des Jakobsweges in Deutschland und führt über 160 Kilometer von Koblenz-Stolzenfels bis nach Trier. Von dort aus geht es weiter über Luxemburg und Frankreich auf dem Jakobsweg.

Unterwegs sieht man die Weinberge an der Mosel, mittelalterliche Burgen und Ruinen, Klöster, Kapellen und Kirchen und auch einige traditionelle Wallfahrtsorte. In insgesamt acht Etappen führt der Weg auch über die Höhen der beiden Mittelgebirge Hunsrück und Eifel, ehe er das Ziel aller drei Jakobswege in Deutschland in Trier erreicht.

Am Weg sieht man immer wieder sogenannte Jakobsspuren – etwa die Jakobsmuschel im Gemeindewappen von Beilstein oder den Jakobusaltar in Klüsserath.

Deutsche Märchenstraße

Die Deutsche Märchenstraße ist ein Pilgerweg im klassischen Sinn, vielmehr ein Weitwanderweg zu den wichtigsten Stationen der Gebrüder Grimm. Aber nicht nur die Gebrüder Grimm erlebt man auf dieser Wanderung, sondern auch einige der schönsten Urlaubsregionen der Bundesrepublik. Etwa 50 verschiedene Stationen führen auf 600 Kilometern durch die Bundesländer Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen in die Freie Hansestadt Bremen.

Der Start des Weges ist in Hanau, der Geburtsstadt der Gebrüder Grimm, wo auch jedes Jahr im Sommer Märchenfestspiele stattfinden.

Wer nicht den ganzen Weg zu Fuß zurücklegen will, kann etwa Teilabschnitte mit dem Schiff zurücklegen oder auch auf das Rad steigen.

Eifelsteig

Der Eifelsteig ist ein Fernwanderweg mit 313 Kilometern Länge. Auf 15 Etappen zwischen 14 und 29 Kilometern aufgeteilt überwindet man auf der Strecke zwischen Aachen und Trier unglaubliche 15.758 Höhenmeter. Das Motto des Eifelsteigs ist „Wo Fels und Wasser dich begleiten“. Wasser und Felsen begleiten den Wanderer auf diesem Weg die ganze Zeit quer durch die Eifel. Beeindruckend sind die unterschiedlichen Naturschauspiele auf dem Eifelsteig – Wasserfälle, Felsformationen und Höhlen aus Sedimentgestein.

Pilgerweg Loccum-Volkenroda

Auf die Spuren der Zisterzienser begibt sich der 2005 gegründete Pilgerweg Loccum-Volkenroda. Er verbindet die beiden ehemaligen Klöster mit einem Weg, den auch die Zisterzienser genutzt haben, um dem jeweils anderen Kloster einen Besuch abzustatten. Der Pilgerweg führt unterteilt in 18 Etappen mit jeweils etwa 20 Kilometern auf 290 Kilometern durch die Bundesländer Niedersachsen und Thüringen. Sie können den Pilgerweg Loccum-Volkenroda in beide Richtungen laufen.

Ökumenischer Pilgerweg

Von Görlitz nach Vacha beschreitet der Ökumenische Pilgerweg einen weiteren Teil des Jakobsweges in Deutschland. Insgesamt 470 Kilometer des Fernwanderweges führen durch die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Ökumenische Pilgerweg ist der einzige Jakobsweg in Deutschland, der auf der gesamten Strecke Pilgerherbergen in Kirchen, Klöstern, Bewegungsstätten oder bei Familien anbietet.

Der Weg führt an der ehemaligen Via Regia – einer historischen Handeslroute und eine der wichtigsten West-Ost Verbindungen im frühen Mittelalter. Der Ökumenische Pilgerweg ist nicht in Etappen eingeteilt und kann so vom Pilger selbst nach eigenem Belieben unterteilt werden.

Elisabethpfade

Die Elisabethpfade sind insgesamt drei unterschiedliche Pilgerwege, die als Ziel das Grab der Heiligen Elisabeth in Marburg haben. Der Start ist entweder in Frankfurt am Main, Eisenach oder in Köln. Egal wo man startet, die Elisabethpfade gehören zu den schönsten Pilgerwegen in Deutschland.

Wenn man den Elisabethpfad von Marburg nach Eisenach in umgekehrter Richtung geht – also mit Start in Marburg – kann man diesen Weg sehr gut mit dem Ökumenischen Pilgerweg verbinden.

Hünenweg

Bis zum Jahr 2020 war der Hünenweg lediglich knapp über 200 Kilometer lang – wurde allerdings verlängert und hat nun eine Strecke von 325 Kilometern. Dieser Weg startet in Osnabrück und führte früher nach Meppen. Heute wurde er bis nach Groningen in den Niederlanden verlängert. Unterwegs sieht man beeindruckende Moorlandschaften und Heidelandschaften und auch die Megalithgräber, die dem Weg seinen Namen geben. Die Hünengräber sind über 4.000 Jahre alt und üben seit Jahren eine Faszination auf die Besucher aus. Das liegt auch daran, dass es noch ein paar ungelöste Rätsel über diese Gräber gibt. Mittlerweile umfasst der Hünenweg 20 Etappen.

Via Nova

Der Pilgerweg Via Nova wurde im Jahr 2004 gegründet und hat nicht, wie die anderen Pilgerwege, ein Ziel. Die Via Nova verbindet unterschiedliche Pilgerwege zu einem Streckennetz von 600 Kilometern. Außerdem geht dieses Streckennetz über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus bis nach Tschechien und Österreich.

Drei Hauptstränge und etliche, unterschiedliche Nebenwege verbinden Weltenburg/Kelheim, den bayrischen Ort Bogen, Pribram in Tschechien und St. Wolfgang in Österreich. Die Via Nova wächst in den letzten Jahren kontinuierlich – erst im Jahr 2014 wurde der Teilabschnitt zwischen Aufhausen bei Regensburg und Weltenburg/Keilheim erweitert.

Einen besonderen Service bietet allerdings nur dieser Pilgerweg: Pilgern in Begleitung. Eine sogenannte Pilgerwegbegleitung hilft dem Pilger auf der Reise zu sich selbst und begleitet ihn auf seinem Pilgerweg.

Pilgerwege in Deutschland – für jeden etwas dabei

Die Pilgerwege können in der Streckenführung, im Thema und auch in der Länge unterschiedlicher nicht sein. Aber man kann auf jeden Fall behaupten, dass die Pilgerwege in Deutschland für jeden Geschmack etwas zu bieten haben.

Der wichtigste Abschnitt beim Pilgern ist allerdings die Vorbereitung. Dies beginnt bei der individuellen Planung des Weges und endet beim Training für die Kondition. Es gibt mittlerweile eine Menge Ratgeber zum Thema Pilgern und Weitwandern – online und offline. Beinahe jeder Pilgerweg hat seinen eigenen Pilgerführer für Informationen am und rund um den jeweiligen Weg. Online findet man auch eine große Menge an Erfahrungsberichten von Personen, die etwa den Jakobsweg gegangen sind und kann sich dort nützliche Tipps holen, um das Beste aus seinem eigenen Pilgern herauszuholen.

Was man über das Pilgern und Pilgertouren wissen sollte – Häufige Fragen und Antworten

Während beim Wandern das Wandern selbst im Vordergrund steht, haben Pilger neben der Wanderung auch noch einen tieferen Sinn dahinter im Kopf – sei es das Finden zum Glauben oder einfach nur vom Alltag abzuschalten.

Was bedeutet Pilgern heute?

Die Gründe für das Pilgern können in der heutigen Zeit sehr unterschiedlich sein. In früheren Zeiten war es meist der Glaube und die Religion, die einen Pilger dazu bewegte, einen Pilgerweg zurückzulegen. Für einige ist es ein Abschluss oder auch ein Neuanfang. Im Großen und Ganzen geht es um das zu sich finden.

Wie pilgert man richtig?

Beim Pilgern ist das Gehen der zentrale Punkt. Dabei kommt es nicht auf die Geschwindigkeit an, sondern eher auf die Achtsamkeit und die Einfachheit. Man besinnt sich beim Pilgern auf das Nötigste – also auch beim Gepäck und bei der Unterkunft.

Was muß ich zum Pilgern mitnehmen?

Die wichtigsten Gegenstände für das Pilgern sind der Rucksack und die Schuhe. Im Rucksack befinden sich die nötigsten Dinge. Dazu empfehlen sich noch Kleinigkeiten, wie etwa Ohrstöpsel für die Nachtruhe in Pilgerunterkünften, Blasenpflaster für die Schuhe und die notwendigsten Medikamente. Viele Pilger führen unterwegs auch Tagebücher – deshalb sollte man auch daran denken. Ein Pilgerführer und Wanderkarten sind ebenso zu empfehlen. In Bezug auf die Bekleidung gibt es unterschiedliche Ansätze – während man bei vielen Pilgerwegen bereits im Voraus seine Sachen in die Unterkünfte vorausschicken kann, wählen andere den traditionellen Weg, der besagt, dass ein Pilger täglich seine Kleidung wäscht.

Welche Rucksäcke sind für eine Pilgerreise zu empfehlen?

Beim Rucksack sollte man darauf achten, dass er einerseits nicht zu schwer ist und andererseits genügend Platz bietet. Der Rucksack sollte sich außerdem optimal dem Körper anpassen und somit nicht unnötig zur Last fallen. Vom Volumen wird empfohlen, dass der Rucksack mindestens 30 Liter fasst (natürlich abhängig von der Länge der Pilgerreise). Aber auch bei großem Volumen sollte man auf die Kompaktheit des Rucksacks achten.

Wann ist die beste Zeit zum Pilgern?

In Deutschland bietet sich der Frühling, der Sommer und der Herbst sehr gut zum Pilgern an. In den Sommermonaten Juli und August – also in der allgemeinen Ferienzeit – sind die Pilgerwege meistens besser frequentiert als in den Monaten davor oder danach.

Was macht Pilgern mit einem?

Als Pilger hat man das Ziel, zu sich selbst oder zum Glauben zu finden. Eine Pilgerreise lässt einen besinnen und zu sich selbst zu finden. In vielen Fällen, will ein Pilger, für etwas einen tieferen Sinn finden, oder mit etwas abschließen oder etwas neu anfangen. Pilgern hat im übertragenen Sinn eine reinigende Wirkung.

Wo ist der Jakobsweg in Deutschland?

In Deutschland gibt es insgesamt 30 Jakobswege, die den Pilger von allen Ecken Deutschlands in den Süden führen. Die bekanntesten Jakobswege in Deutschland sind der Mosel-Camino und der Ökumenische

Titelbild: Yaroslav Shuraev auf Pexel

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