Wein und Grillen – Tipps für eine erfolgreiche Grillparty

Mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt für die meisten Grillfans die Grillsaison. Angeblich soll es ja Menschen geben, die auch bei Eis und Schnee grillen. Für weniger Hartgesottene sind jedoch die ersten warmen Tage im Frühling der ideale Zeitpunkt zum Angrillen: Jetzt wird der Grill aus seinem Winterquartier geholt und im Garten, auf dem Balkon oder anderswo in Stellung gebracht. Ein geeignetes Plätzchen zum Grillen und fürs BBQ findet sich immer. Aber Grillzeit ist nicht nur Bierzeit, denn Wein und Grillen gehören zu einer traditionellen Grillparty unbedingt dazu.

Starten Sie Ihre BBQ-Party doch mit einem schönen Aperitif. Wir empfehlen Ihnen einen prickelnden Crémant aus Frankreich, wie z. B. den Crémant de Bourgogne Paul Delane. Pur genossen präsentiert dieser elegante Crémant de Bourgogne mit seiner feinen Perlage sein ganzes Aromenspektrum unverfälscht. Mit einem Spritzer Waldmeistersirup zaubern Sie aus dem weißen Schaumwein im Nu einen raffinierten Sommerdrink.

Wein und Grillen – Zeit zum Angrillen!

Höhepunkt der Grill-Saison sind und bleiben die warmen Sommermonate mit ihren langen Tagen und angenehm lauen Abenden. Gern wird im Kreis von Freunden oder mit der Familie gegrillt und gechillt. Gutes, aber nicht zu heißes Wetter ist für passionierte Griller entscheidend. Denn wer hat schon Lust, bei schweißtreibenden 35 Grad oder mehr am heißen Grill zu stehen?

Für Fleischfans ist ein saftiges Steak das Leibgericht schlechthin. Doch beim Barbecue dreht sich längst nicht mehr alles nur um die Wurst. Auch für Menschen, die lieber fleischlos genießen, gibt es leckere Alternativen zur Bratwurst & Co: Fisch, gefüllte Grillkartoffeln oder frisches, knackiges Gemüse – entweder solo oder als leckere Beilage. Sogar Hartkäse wie Haloumi oder Feta, zum Beispiel in Form von köstlichen Haloumi-Melonen-Spießen, können problemlos auf den Rost gelegt werden. Das kommt nicht nur bei Vegetariern gut an.

welche Weine passen zum Grillen?

Es muss nicht immer Fleisch sein: Frisches gegrilltes Gemüse oder Feta-Spieße schmecken nicht nur Vegetariern. Foto: lee myungseong by unsplash

Kräuterbutter und Marinaden selbst zubereiten

Frische Kräuter wie Basilikum, Thymian oder Rosmarin und aromatische Gewürze wie Chili, Ingwer oder Knoblauch verleihen dem Grillgut den besonderen Kick. Das Marinieren sorgt für den besonderen Geschmack und macht das Fleisch zudem schön zart.

Für eine Grillmarinade brauchen Sie im Grunde nur drei Zutaten:

  • Öl
  • Säure (Essig, Zitronensaft, Wein)
  • Gewürze beziehungsweise Kräuter.

Vermengen Sie einfach alle Zutaten und marinieren das Grillgut damit. Besonders gut gelingt dies, wenn Sie das Fleisch mit der Marinade in einem Gefrierbeutel packen, welcher dann für ein paar Stunden in den Kühlschrank kommt.

zum Grillen Kräuterbutter selbermachen

Lecker und im Nu zubereitet: selbstgemachte Kräuterbutter mit Petersilie, Thymian und Rosmarin. Foto: (c) iStock bhofack2

Auch Kräuterbutter können Sie schnell zubereiteten:

Dazu einfach 75 Gramm weiche Butter im Mixer geschmeidig rühren und eine Prise Salz, Pfeffer, drei Esslöffel feingehakte Petersilie oder andere Kräuter wie Majoran Estragon oder Schnittlauch hinzugeben. Abgeschmeckt wird mit einem Spritzer Zitronensaft. Wer mag, kann noch eine kleine, fein gehackte Knoblauchzehe dazugeben. Danach kommt die Kräuterbutter zum Festwerden in den Kühlschrank. Estragonbutter passt gut zur gegrillten Dorade, Minzbutter schmeckt z. B. hervorragend zu gegrillten Lammkoteletts.

Leckeres Bärlauchpesto zum selbermachen

Selbstgemachtes Bärlauchpesto schmeckt nicht nur ausgezeichnet zu Nudelgerichten sondern eignet sich auch sehr gut zum Würzen von Grillgemüse. Wie Sie schnell und einfach aus den aromatischen Bärlauchblättern ein leckeres Bärlauchpesto selber machen können, erfahren Sie hier.

Wein und Grillen – welche Getränke passen zur Grillparty?

Neben der Frage, was auf den Rost kommt, spielen natürlich die passenden Getränke eine wichtige Rolle für einen gelungenen Grillabend. Glaubt man den Umfragen, dann ist ein kühles Bier der Deutschen liebstes Grillgetränk. Aber es muss nicht immer Gerstensaft sein: Bei einer Befragung (statista 06/2017) gaben rund 24 % der Männer und sogar 28 % der befragten Frauen an, beim Grillen lieber zu einem Glas Wein zu greifen.

Bei der Weinauswahl zum Grillen ist grundsätzlich alles erlaubt, was gefällt und vor allem schmeckt. Um die richtige Weinauswahl für die Grillparty zu treffen, können Sie sich sich getrost auf die Faustregel stützen: Je kräftiger gewürzt und je schärfer gebraten die Speisen sind, desto kräftiger darf auch der Wein ausfallen. Ganz wichtig dabei: Die Saucen sind oftmals wichtige Geschmackskomponenten und sollten entsprechend mitberücksichtigt werden.

„Schärfe wird von etwas Restsüße im Wein sehr gut aufgefangen“, weiß der Weinexperte Peer F. Holm. „Aber wie gesagt – alles was gefällt und schmeckt, ist erlaubt.“

Weine zu gerilltem Fleisch, Fisch und Gemüse

Gut temperierte Weiß- oder Rotweine versprechen beim Grillen jede Menge Trinkvergnügen. Foto: (c) iStock pixdeluxe

Weißweine zu Fisch und Meeresfrüchten

Mit frischen Kräutern und Zitrone gefüllte Dorade, mariniertes Lachssteak oder feines Meeresgetier wie Riesengarnelen oder Jakobsmuscheln – Grillen ist eine tolle und unkomplizierte Zubereitungsweise für Fisch und Krustentiere. Um die feinen Aromen der gegrillten Meeresbewohner nicht zu überlagern, sollte man zu Weißweinen greifen. Zum Thunfischsteak vom Grill passt wiederum ein Rotwein sehr gut, zum Beispiel ein Chénas empfiehlt Sommelier Peer F. Holm.

Du Neuf en Gascogne – ein idealer Sommerwein mit wenig Alkohol

Ein perfekter Sommerwein für den Grillabend ist z. B. der Du Neuf en Gascogne – ein alkoholarmer Wein aus Südwestfrankreich, der aus der alten lokalen Rebsorte Colombard gekeltert wird. Das „Leichtgewicht“ von der Kellerei Plaimont hat nur 9 Prozent Alkohol und wird, anders als alkoholfreie Weine, in einem natürlichen Verfahren hergestellt. Bei vollständig alkoholfreien Weinen wird dem Wein vor dem Abfüllen der Alkohol entzogen. Dabei bleiben leider auch rund 20 Prozent der Aromen auf der Strecke. Nicht so bei Du Neuf en Gascogne. Die Sorte Colombard hat einen geringen natürlichen Alkoholgehalt von 9° bis 11° C. Um das zu erreichen, ist eine kühle Weinbergslage und der Erntezeitpunkt entscheidend: Je früher die Trauben gelesen werden, desto weniger Zucker ist im Most und folglich kann der Most weniger Alkohol produzieren. Für Du Neuf en Gascogne wird der Colombard rund eine Woche früher als normal gelesen.

Du Neuf en Gascogne ist ein gut ausbalancierter Weißwein – fruchtig-frisch mit Anklängen von Zitrone, Grapefruit und Ananas. Trotz seines geringen Alkoholgehalts punktet er mit einer enormen Aromenfülle, Dichte, Körper. An lauen Sommerabenden macht es einfach Spaß, diesen alkoholarmen Weißen aus der Gascogne zu genießen – nicht nur zu gegrilltem Fisch oder Scampi. Er passt ebenso gut zu einem frischen, bunten Salat, zu Melone mit Schinken oder anderen unkomplizierten Antipasti. Dank des niedrigen Alkoholgehalts darf‘s auch ruhig mal ein Gläschen mehr sein. Am besten trinkt man ihn gut gekühlt bei höchstens 8° Grad.

Idealer Sommerwein mit wenig Alkohol

Du Neuf en Gascogne – ein frisch-fruchtiger Weißwein aus der Gascogne mit nur 9 Prozent Alkohol. Foto: (c) Playmont

Cremiger Chardonnay aus dem Burgund

Wer ein bisschen mehr Power mag, greift zu einem Chardonnay aus der südlichen Bourgogne, beispielsweise zum Saint Véran Les Préludes von den Vignerons des Terres Secrètes. Der kraftvolle Weißwein schimmert goldgelb im Glas und duftet nach Aprikosen, Pfirsich, Birnen und weißen Blüten. Die Trauben für diesen cremig-schmelzigen Chardonnay wachsen auf Parzellen mit alten Reben. Alte Rebstöcke tragen weniger Trauben, der Wein wird somit konzentrierter und komplexer. Genau richtig, um mit den zum Teil intensiven Röstaromen von kross gegrilltem Wolfsbarsch oder knusprigen Chicken Wings mitzuhalten.

Chardonnay Saint Véran Les Préludes

Ein cremiger Saint Véran aus der Bourgogne ist der ideale Partner zu kross gegrilltem Fisch oder Geflügel. Foto: (c) Terres Secrètes

Fruchtige Rotweine – ideale Partner zu Steaks & Co

Bei 30 Grad oder mehr sind schwere und tanninreiche Rotweine keineswegs die erste Wahl. Deswegen bieten sich zum Grillen fruchtig-frische, nicht allzu schwere Rote wie ein Beaujolais an. Am besten leicht gekühlt bei etwa 12° bis 14° C. Ein fruchtbetonter Beaujolais aus der Gamay-Traube wie der charaktervolle Fleurie Coeur de Granit von der Cave du Château de Chénas ist als Begleiter zum T-Bone-Steak, Lammkotelett oder zum leckeren Würstchen bestens geeignet. Die saftigen und beerigen Fruchtnoten des Weins sind die perfekte Ergänzung zu einem ebenso saftigen Steak. Fleurie gilt als eine der besten der 10 Cru-Lagen des Beaujolais. Hier sind die Weine dank des Granitbodens leuchtend rot mit viel Eleganz und feinen Aromen. Der Fleurie Coeur de Granit umschmeichelt den Gaumen mit seinen sanften und seidigen Tanninen. Er duftet nach kleinen roten Beeren, Rosen und Veilchen, abgerundet durch einen Touch Vanille.

Welcher Rotwein zum Grillen?

Fruchtige Rotweine aus dem Beaujolais passen nicht nur gut zum Grillen, sondern auch zu kleinen Appetizern wie Käse, Salami und Oliven. Foto: (c) T-incommunication Macon

Wein und Grillen – auf die richtige Wein-Temperatur kommt es an

Äußerst wichtig für den optimalen Trinkgenuss ist die richtige Weintemperatur. Nicht nur die sommerlichen Temperaturen lassen den Traubensaft schnell warm werden. Auch die Hitze rund um den Grill tut ihr Übriges, um in kurzer Zeit den Wein im Glas zu erwärmen. Bereits bei normaler Zimmertemperatur wärmen sich Weine nach dem Eingießen ins Glas um etwa ein Grad auf. Bei Außentemperaturen jenseits der 25 Grad wird der Wein beim Grillen dann umso schneller warm.

Weißweine und Roséweine sollten beim Grillen gerne einen Tick kühler als gewohnt serviert werden – also lieber bei 6 bis 8 Grad als bei 8 bis 10 Grad. Und an heißen Sommertagen freut sich auch der Rotwein über ein bisschen Abkühlung. Junge Rotweine, wie der Beaujolais, können Sie ruhig bei chilligen 12 Grad servieren. Zur Kühlung der Weine an einem gemütlichen Grillabend bieten sich praktische Flaschen-Kühlmanschetten, beziehungsweise Weinkühler aus Edelstahl oder Tonkrüge an. Natürlich können Sie auch ganz klassisch die Weine in Eiswasser stellen.

Bag in Box – der ideale Partner für die Grillparty

Gerade wenn sich viele Gäste bei Ihnen zum Grillen angesagt haben, ist ein sogenannter Weinschlauch eine äußerst praktische Alternative zu Weinflaschen. Bei der Bag in Box (BiB) handelt es sich um eine Verpackung, die aus einem mit Wein gefüllten dünnen Kunststoffschlauch besteht, der in einem Pappkarton liegt. Mit Hilfe des am Schlauch befestigten Zapfhahns lässt sich der Wein ganz einfach glasweise abfüllen. Durch den Zapfhahn gelangt kein Sauerstoff an den Wein und der Schlauch sowie der Umkarton aus Pappe sorgen für eine stabile Temperatur.

So bleibt der Wein im Vergleich zu einer geöffneten Flasche deutlich länger frisch und trinkbar. Bis zu vier Monaten kann der angebrochene Wein im BiB bleiben, so die allgemeine Empfehlung. Die meisten BiBs werden mit einer Füllmenge von fünf oder zehn Litern angeboten, wie z. B. der unkomplizierte rote Vaucluse-Landwein von der Kellerei Marrenon im südlichen Rhônetal. BiBs sind ideal für eine trinkfreudige Gästeschar. Und preislich ist der Weinschlauch normalerweise auch die günstigere Alternative im Vergleich zu Einzelflaschen.

Titelbild: iStock Nikada

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