Grillen gehört für die meisten Deutschen im Sommer einfach dazu. In den wärmeren Monaten grillen sogar mehr als 80 Prozent einmal im Monat oder öfter. Das Angebot an Gasgrills, Holzkohlengrills und Elektrogrills ist groß und vielseitig. Um ein rundum gelungenen, kulinarischen Grillabend zu verbringen, sollten Sie zunächst einmal den für Sie richtigen Grilltypen ermitteln. Hierzu ist es wichtig, zu überlegen, welche Grillarten Sie verwenden möchten und welches Budget Ihnen dafür zur Verfügung steht. Damit Sie den richtigen Grill kaufen können, möchten wir Ihnen im nachfolgenden Ratgeber zum Grillkauf Tipps und Hinweise geben.

Grill kaufen

Grill kaufen – das sollten Sie beachten

Grundlegend haben Sie beim Grillen die Auswahl zwischen drei unterschiedlichen Typen: Gasgrills, Holzkohlegrills und Elektrogrills. Alle drei Varianten bringen unterschiedliche Eigenschaften mit.

Gas Grill kaufen – für wenn es sich lohnt

Gasgrills sind in der Praxis sehr einfach zu bedienen und brauchen lediglich kurze Zeit zum Anheizen. Rund 12 Prozent aller Hobbygriller und Profis verwenden diese Grillart bereits. Auch unerfahrene Griller kommen damit auf Ihre Kosten. Sie erhalten zudem zahlreiche Zubehörteile wie Infrarotbrenner oder Seitenbrenner, mit denen sich das Grillerlebnis optimieren lässt.

Günstig Gas Grill kaufen

Da ein Gasgrill nur wenig Rauch entwickelt und sich einfach reinigen lässt, ist er darüber hinaus in Mehrfamilienhäusern sehr beliebt.

Nachteilig am Gasgrill sind die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten. Zudem ist ein Gasgrill sperriger als ein Holzkohlegrill, so dass Sie ihn nicht so leicht transportieren und zum „spontanen“ Grillen mitnehmen können.

Clatronic GG 3590 Gasgrill 2 Brenner, 2 Heizzonen für individuelle Temperatursteuerung, stufenlose Temperatureinstellung, herausnehmbarer Fettauffangbehälter, Temperaturanzeige
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Campingaz 4 Series Classic LSG Gasgrill, BBQ Grillwagen mit 4 Edelstahlbrennern und Seitenkocher, Standgrill mit Deckel und Thermometer, InstaClean Reinigungssystem
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Holzkohlen Grill kaufen – günstig in der Anschaffung

Falls Sie sich für einen „klassischen“ Grill begeistern, sollten Sie einen Holzkohlegrill kaufen. Holzkohlegrills punkten mit einer einfachen Bedienung und günstigen Anschaffungskosten. So einfach die Technik auch ist, sollten Sie dennoch einkalkulieren, dass der Holzkohlegrill im Unterhalt teurer als ein Gasgrill ist. Da die Anheizphase mit bis zu 30 Minuten länger dauert und sich mehr Rauch entwickelt, ist auch die Reinigung des Holzkohlengrills aufwendiger. Dieser Aufwand lohnt sich allerdings, wenn Sie Grillgut mit „typischem“ Röstaroma erhalten möchten.

Elektrogrill kaufen – eine gute Alternative

Besonders für Mieter sind Elektrogrills eine praktische Alternative zu Holzkohlengrills, da sie in jeder Hausordnung zugelassen sind. Da sich bei dieser Grillart kein Rauch entwickelt, können Sie auch mit einem Elektrogrill auf dem Balkon grillen. Auch die Unterhaltskosten und Vorbereitungszeit halten sich bei einem Elektrogrill in Grenzen. Beachten Sie allerdings, dass Sie beim Grillen kein so „ursprüngliches Feeling“ erleben werden wie bei einem Holzkohlegrill und dass Sie nicht „indirekt“ grillen können.

Diese Fragen sollten Sie klären, bevor Sie einen Grill kaufen

Bevor Sie sich endgültig für einen Grill Ihrer Wahl entscheiden, sollten Sie die nachfolgenden Fragen für sich beantworten:

  • Wo soll der Grill zum Einsatz kommen? Auf dem Balkon, im heimischen Garten, im Park oder bei anderen Ausflügen? Im letztgenannten Fall sollten Sie zu einem kompakten Grill greifen, den Sie unterwegs transportieren können. Im Garten oder auf der Terrasse im Freien können Sie prinzipiell alle der genannten Grillarten verwenden. Falls Sie zur Miete wohnen und gerne auf dem Balkon grillen, dann sollten Sie zwingend einen Elektrogrill kaufen.
  • Stellen Sie sich die Frage, für wie viele Personen Sie normalerweise grillen möchten. Falls Sie lediglich für zwei bis vier Personen Grillgut benötigen, reicht Ihnen ein Holzkohlegrill bzw. Elektrogrill mit einem Durchmesser von rund 45 Zentimeter oder weniger aus. Möchten Sie bis zu sechs weitere Personen mit leckerem Essen versorgen, dann sollte der Grill mindestens 40 bis 60 Zentimeter im Durchmesser sein. Mit mehr als 60 Zentimeter Durchmesser können Sie größere Grillpartys veranstalten und bis zu zehn Gäste kulinarisch versorgen.
  • Auch die Vorbereitungszeit sollten Sie in Ihre Entscheidungsfindung einbeziehen. Falls Sie eine kürzere Aufwärmphase wünschen, dann sollten Sie einen Gasgrill oder Elektrogrill kaufen, welche sich auf Knopfdruck sofort erhitzen. Falls Sie das Grillen entspannt angehen und sich viel Zeit lassen, dann sollten Sie unbedingt einen Holzkohlegrill kaufen.

Wie Sie vor dem Grill kaufen den richtigen Grilltypen wählen

Beim Grillen haben Sie die Auswahl zwischen vielen unterschiedlichen Modellen. Im nachfolgenden Kapitel stellen wir Ihnen die Gefragtesten vor:

Rundgrills

Sehr beliebt sind Rundgrills, da sie einfach zu handhaben und leicht zu transportieren sind. Wie der Name schon sagt, liegt der Grillrost und Kohlerost auf einer runden Schale mit Gestell. Falls Sie einen runden Holzkohlegrill nutzen, muss dieser allerdings einen einsetzbaren Windschutz haben, um den Abstand zwischen Grillrost und Glut zu regulieren.

Kugelgrill

Falls Sie ein Freund von stabilen Grills sind, könnte ein Kugelgrill für Sie das richtige Modell sein. Da der wind- und regenfeste Deckel auf einem soliden Gestell angebracht ist, ist der Grill entsprechend stabil. Achten Sie allerdings darauf, ein Modell mit hitzebeständigen Griffen und Deckeln zu kaufen, um sich vor Verbrennungen zu schützen.

Bei einem Holzkohle-Kugelgrill sollten Sie auf einen höhenverstellbaren Grillrost achten, um die Hitze der Glut bei Bedarf anpassen zu können. Gaskugelgrills eignen sich wiederum, um direkt oder indirekt zu grillen und Speisen schonend zu garen.

Säulengrill

Bei einem Säulengrill liegt die Säule auf einem Standfuß an. Zusätzliche Stabilität erhält ein solches Grillmodell durch eine große Bodenplatte. Im Standfuß befinden sich Aschebehälter und auch Lüftungsschlitze, anhand derer Sie die Glut regulieren können. Bei einem Säulengrill sollten Sie auf Qualität achten und robuste Materialien wie Edelstahl bevorzugen, die sich zudem leicht reinigen lassen.

Grill mit Unterwagen

Einen Grill mit Unterwagen können Sie meist als Gasgrill oder Holzkohlegrill kaufen. Sie kommen gerne in Gärten zum Einsatz und bringen häufig mobile Rollen mit, durch die sie Grills mit Unterwagen leicht verschieben und fortbewegen lassen. Die Unterwagen, die aus hochwertigem Materialien bestehen, bringen oft Seitenablagen, zusätzliche Ablageflächen und Platz für Grillzubehör mit. Falls Sie indirekt grillen möchten, sollten Sie einen Grillwagen mit mehreren Brennern kaufen.

Smoker

Ein Smoker ist eine spezielle Form eines Grillwagens, die zum Räuchern oder für amerikanisches BBQ dient. Durch den schließbaren Garraum und die Holzkammer wird das Grillgut besonders zart und rauchig im Geschmack. Sie sollten sich für das Grillen allerdings viel Zeit lassen, da ein Smoker mit niedrigen Temperaturen grillt und dementsprechend länger braucht.

Schwenk Grill kaufen

Bei einem Schwenkgrill ist die Glut in Bewegung, da der Rost schwenkt. Das Grillgut kann so nicht verbrennen, da auch der Abstand des Grillrosts gut reguliert werden kann. Damit nicht zu viel Rauch entsteht, sollten Sie eine gusseiserne Pfanne verwenden.

Feuerkörbe und Feuerschalen

Feuerkörbe und Feuerschalen sind dank ihrer hochwertigen Optik etwas fürs Auge. Sie bestehen aus einem stabilen, korbähnlichen Stahlgeflecht, das Sie mit Holz befüllen. Je nach Belieben können Sie die stabile Schale als Wärmespender oder gemeinsam mit einem Grillrost auch als Grillgerät verwenden.

Einweg Grill kaufen – nur im Notfall

Sie möchten gerne spontan grillen? Dann sollten Sie zu einem Einweggrill greifen. Da dieser Grill nur einmal einsetzbar ist, anschließend entsorgt werden muss und insgesamt eher unsicher ist, sollten Sie solch ein Modell allerdings nur im Notfall benutzen.

Raclettegrill

Ein Raclettegrill besteht aus einer Elektroplatte, unter der das Grillgut in kleinen Pfännchen erhitzt wird. Solch eine Art Tischgrill ist eine sehr kompakte Variante, die Sie „zwischendurch“ verwenden können. Sie sollten allerdings beachten, dass Sie mit solch einem Grill lediglich eine überschaubare Menge an Grillgut zubereiten können.

Gussgrills

Ein Gussgrill mit einer gusseisernen Feuerschale und höhenverstellbarem Grillrost eignet sich für maximal vier Personen. Da Gussgrills einen geringen Durchmesser haben, eignen auch sie sich für kleinere Grillabende zwischendurch, aber nicht für größere BBQ-Partys.

Direktes und indirektes Grillen

Altmodisches Grillen muss nicht sein. Dank geeigneten Methoden können Sie Ihr persönliches Grillerlebnis sehr abwechslungsreich gestalten. Nutzen Sie dazu einfach das direkte und indirekte Grillen. Wir erklären Ihnen im nachfolgenden Abschnitt die Unterschiede.

Direktes Grillen

Beim direkten Grillen platzieren Sie das Grillgut direkt über der Hitzequelle, sodass es scharf angebraten wird. Insbesondere bei Fisch, Steaks oder Würstchen können Sie diese Grillmethode zum Garen anwenden. Falls Sie auf einen Holzkohlegrill grillen, sollten Sie die Holzkohle gleichmäßig auf der Schale verteilen und das Grillgut mittig auf dem Grillrost platzieren. Bei einem Gasgrill funktioniert das direkte Grillen über der Hitze. Vorab sollten Sie die Brenner entzünden und den Grill vorheizen.

Indirektes Grillen

Indirektes Grillen funktioniert mit einem Deckel, der für eine Art „Backofeneffekt“ sorgt. Besonders bei größeren Braten oder Hähnchen sollten Sie diese Methoden anwenden, da sie beim direkten Grillen verbrennen würden. Solches Grillgut legen Sie beim indirekten Grillen neben die Hitzequelle, so dass es schonender von Innen gegart wird.

Sollten Sie mit einem Holzkohlegrill grillen, dann legen Sie nur einen Teil der Holzkohle auf die mit Glut gefüllte Grillschale und stellen auf den anderen Teil beispielsweise eine Aluminiumschale, die das Bratfett auffängt. Decken Sie das Grillgut oberhalb vom Grillrost mit dem Deckel ab, damit es in Ruhe gart.

Grillrost reinigen – Anleitung und Tipps

Um lange Freude an Ihrem Grill zu haben, sollten Sie diesen nach jedem BBQ-Abend gründlich reinigen. Gehe Sie wie in der nachfolgenden Anleitung vor, um den Grillrost wieder strahlend sauber zu bekommen:

  • Verteilen Sie etwas Öl oder Trennspray auf dem Rost.
  • Heizen Sie den Grill vor, schließen Sie den Deckel und lassen das Gerät angeschaltet einige Minuten in Betrieb, damit der gröbste Schmutz vom Grillrost weggebrannt wird.
  • Stellen Sie nun die Hitze wieder aus und entfernen Sie auf dem erhitzten, aber nicht mehr heißen Grillrost die hartnäckigen Verschmutzungen mit einer Edelstahlbürste.
  • Reinigen Sie den Grillrost idealerweise immer unmittelbar nach dem Grillen, damit sich Essensreste gar nicht erst festsetzen.
  • Bei Holzkohlegrills können Sie zur Reinigung eine Messingbürste und anschließend ein Stahlwollkissen verwenden.
  • Die beim Gasgrill verwendeten Aluschalen können Sie mit Sand befüllen, damit sich die Fettklumpen lösen, und danach abwaschen.
  • Falls Sie einen kleinen Rost aus Edelstahl verwenden, können Sie diesen ggf. auch in der Spülmaschine reinigen.

Titelbild: Pexels-Pixabay