Hokkaido Kürbis pflanzen

Hokkaido-Kürbisse besitzen einen besonders milden Geschmack, sind vitaminreich und kalorienarm. Aus diesem Grund sind die Kürbisse in der heimischen Küche sehr beliebt. Besonders in der Herbstsaison haben sie Hochkonjunktur und werden beispielsweise zu Ofengemüse oder Suppen verarbeitet. Auch in Ihrem Garten können Sie problemlos einen Hokkaido pflanzen. In unserem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Hokkaidokürbis selber ziehen und worauf Sie bei der Aussaat und Ernte besonders achten sollten.

Hokkaido Kürbis anbauen und ernten

Der Hokkaido-Kürbis zählt zu den Riesenkürbissen und wiegt zwischen ein bis drei Kilogramm.

Kurzer Steckbrief

Was Sie über den Hokkaido Kürbis wissen sollten in Kürze zusammengefaßt:

  • Botanischer Name: Cucurbita maxima
  • Andere Namen: Uchiki Kuri, Kastanienkürbis
  • Kürbis-Art: Speisekürbis (Winterkürbis)
  • Frucht: orangefarben, zwiebelförmige Frucht
  • Gewicht: etwa 0,5 bis 1,5 Kilogramm
  • Blütezeit: zwischen Mai und Juli
  • Standort: halbschattig bis sonnig
  • Bodenart: sandig oder lehmig mit neutralem oder schwach sauren pH-Wert
  • Bodenfeuchte: frisch und mäßig feucht
  • Erntezeit: Früchte ab Ende August/Anfang September

Warum im Garten einen Hokkaido pflanzen?

Sie sollten einen Hokkaido-Kürbis anpflanzen, weil dieser ein Klassiker unter den orangefarbenen Gewächsen und für Anfänger gut geeignet ist. Zudem benötigt der maximal 1,5 Kilogramm schwere Kürbis wenig Pflege. Da Sie den Hokkaidokürbis mit nussigem Aroma nicht schälen müssen, können Sie diesen roh verzehren oder aber ohne großen Aufwand praktisch in der Küche verarbeiten – zum Salat, als Beilage zur Pasta, als Brotaufstrich, Ofengemüse oder als Suppe.

Standort

Kürbisse, wie auch der Hokkaido, gedeihen idealerweise an einem sonnigen, aber geschützten Ort im Garten. Achten Sie darauf, dass der Boden nicht durchfriert, da die Pflanze ansonsten irreparabel geschädigt wird. Außerdem sollte der Standort ausreichend Sonne abbekommen, da der Hokkaido-Kürbis zu den Rankpflanzen, die oft meterlange Triebe entfalten, gehört. Sofern der Standort zu dunkel ist, besteht die Gefahr, dass der Kürbis viele Blüten entwickelt, die Früchte aber relativ klein werden. Idealerweise wählen Sie einen warmen Standort im Halbschatten aus, der mindestens sechs Sonnenstunden täglich verzeichnet und weitestgehend windgeschützt ist.

Hokkaido Kürbis aus Kernen selber ziehen

Wenn Sie einen Hokkaido Kürbis aus Kernen ziehen möchten, so können Sie dies entweder mit selbstgewonnenen Kürbiskernen tun oder im Handel aus einer Vielzahl von Kürbissamen wählen. Wir empfehlen eine fertige Saat zu verwenden, da Sie auf diese Weise große Kürbisse ernten können. Natürlich können Sie auch einen Hokkaido aus getrockneten Kürbiskernen selber ziehen. In diesem Fall erhalten Sie kleinere Kürbisse, welche aber sehr aromatisch sind.

Kürbis selber ziehen aus Kürbiskernen

Aus den Kürbiskernen selbstgezogene Hokkaidokürbisse sind kleiner, aber dafür sehr aromatisch.

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Wann kann man Hokkaido Kürbis aussäen?

Da Kürbispflanzen frostempfindlich sind, sollten Sie dies Kürbiskerne nicht zu früh aussäen. Warten Sie idealerweise bis Mai nach dem letzten Frost ab. Dann erst bekommen die Hokkaido Pflanzen die nötige Wärme zum Wachsen. Damit die Kürbissamen keimen können, sollten zum Zeitpunkt der Aussaat die Temperaturen mindestens zehn Grad Celsius betragen.

Sofern Sie bereits  im frühen Herbst Kürbisse ernten wollen, sollten Sie bereits im April mit der Hokkaido Aussaat im Gewächshaus oder im Topf auf einer Fensterbank beginnen. In diesem Fall müssen Sie die Kürbis Pflanzen nach den Eisheiligen in den Garten pflanzen. Vor dem Ausäen legen Sie die Kürbissamen in zimmerwarmes Wasser und lagern diese zwei Tage in einer geschlossenen Plastiktüte. Danach stecken Sie die Kürbiskerne in einen Topf mit feuchter Erde und lassen die Samen keimen, bevor Sie diese Mitte Mai auspflanzen können. Sollten die Temperaturen weder Erwarten auch im Mai unter fünf Grad fallen, müssen die Hokkaido Pflanzen mit einem Vlies vor Kälte geschützt werden.

Hokkaido Kürbis pflanzen – welcher Boden ist der Richtige?

Kürbisse sind Starkzehrer, weshalb sie einen nährstoffreichen und fruchtbaren Boden benötigen. Damit die Hokkaido Pflanzen gut gedeihen, sollten Sie diese auf einem humusreichen Boden, der mit etwas Kompost angereichert ist, aussäen. Gleichzeitig sollte der Boden das Wasser gut abspeichern, aber nicht zu Staunässe neigen. Ist dies der Fall, so sollten Sie eine Drainageschicht anlegen und den Boden beispielsweise mit Sand durchlässiger machen.

Tipp: Sie können die Hokkaido-Kerne auch direkt auf einem Kompost oder daneben sähen. Achten Sie auch auf die Pflanznachbarn neben den Kürbissen: „Gute“ Nachbarn sind Bohnen, Brokkoli, Gemüse- und Lauchzwiebeln sowie Mais und Ringelblumen. Als schlechte Pflanznachbarn gelten hingegen Gurken, Dill oder Kohl, da sie nicht in der Nähe der Kürbisse angebaut werden sollten. Seliges gilt für andere Kürbissorten, da sich diese im ungünstigen Fall gegenseitig befruchten können.

Hokkaido anbauen - Kürbis aus Kernen ziehen

Wenn Sie einen Hokkaido Kürbis auf dem Balkon anbauen möchten, verwenden Sie einen ausreichend großen Topf.

Hokkaido aus Samen selber ziehen

Sie säen die Kerne richtig aus, indem Sie diese etwa einen Zentimeter tief in die Erde geben. Achten Sie darauf, das Substrat gleichmäßig feucht zu halten und eventuell die Luftfeuchtigkeit mithilfe einer perforierten Folie zu erhöhen. Haben die Keimlinge eine Höhe von etwa 5 Zentimetern erreicht, können Sie diese nach Bedarf in einzelne Pflanzengefäße umsetzen. Achten Sie, wenn sie ausladende Kürbisse anpflanzen darauf, dass diese zueinander einen Mindestabstand von etwa einem Meter haben.

Erste Keimlinge zeigen sich nach etwa zehn Tagen, nach 60 Tagen dann weibliche Blüten mit Fruchtknoten. Sie können allerdings bei der Bestäubung etwas „nachhelfen“, indem Sie die weiblichen Blüten des Hokkaido mit dem Staub der männlichen bestreuen.

Hokkaido gießen und düngen

Jungpflanzen haben einen erhöhten Wasserbedarf, da ihre Blätter sehr groß sind. Sie sollten die Gewächse also regelmäßig und gezielt gießen. Das Wasser sollten Sie hierbei vor allem in den Wurzelbereich leiten und die Pflanze nicht stupide „von oben“ gießen, da nasse Blätter anfälliger für Mehltau sind. Von den zeitlichen Intervallen her empfiehlt es sich, den Kürbis in den Frühlingsmonaten zwei bis dreimal wöchentlich zu gießen. Im Sommer wiederum sollten Sie den Hokkaido-Kürbis täglich oder mehrmals täglich bewässern. Vor allem bis Juli ist eine konsequente Wasserversorgung unerlässlich, da die Pflanze in dieser Zeit einen größeren Wachstumsschub durchläuft.

Speziellen Dünger benötigen Sie zunächst nicht, wenn Sie im Herbst schon Kompost und Mist unter die Erde gemischt haben. Jedoch kann es nicht schaden, wenn Sie das Substrat kurz vor der Pflanzung mit zusätzlichen Hornspänen, reifem Kompost oder Brennnesseljauche anreichern.

Hokkaido pflanzen und pflegen – Das müssen Sie beachten

Der Hokkaido-Kürbis mag ein feuchtes Bodenklima, sodass lediglich die oberste Erdschicht leicht trocken darf. Dabei kann Ihnen eine selbst gebaute Bewässerungsanlage helfen: Bedecken Sie einfach einen herkömmlichen Ton-Blumentopf mit Erde. Neben der Pflanze platziert, vermeidet der Blumentopf Staunässe und nasse Blätter. Sie pflegen die Pflanze außerdem richtig, indem Sie sie bei Bedarf schneiden. Einen klassischen Rückschnitt brauchen Sie nicht vornehmen, sollten allerdings zu lange Triebe mit einer Gartenschere oder einem Messer kürzen.

Tipp: Schnecken und andere Schädlinge sehen die Kürbiskeimlinge als gefundenes Fressen an. Deshalb sollten Sie die Pflanzen unbedingt mit einem Schneckenzaun schützen oder alternativ eine gläserne Pflanzglocke überstülpen.

Hokkaido ernten und vermehren

Ernten können Sie Ihre Kürbisse zwischen September und Dezember. Abhängig von den Witterungsbedingen können manche Früchte aber auch schon im August reif sein. Sie erkennen einen reifen Kürbis an seiner orangeroten Färbung. Daneben können Sie mit einem Klopftest prüfen, ob sich der Kürbis abernten lässt. Klingt es beim Klopfen hohl, so weist dies auf eine reife, erntebereite Frucht hin. Schneiden Sie den Kürbis immer mit einigen Zentimetern Stielansatz ab.

Kürbis lagern und verwerten

Haben Sie einen nicht beschädigten Kürbis geerntet, können Sie diesen bei bis zu 15 Grad Celsius aufbewahren. Als Aufbewahrungsorte eignen sich luftdurchlässige Kisten oder Netze. Unter den richtigen Bedingungen können Ihre Kürbisse drei bis vier Monate halten. Vermeiden Sie am Aufbewahrungsort Kälte und Feuchtigkeit und stapeln Sie die Kürbisse keineswegs aufeinander.

Praktischerweise können Sie die Kürbisse ganz unterschiedlich verwerten. Neben dem Klassiker, der nährreichen Kürbissuppe, können Sie Eintöpfe, Risotto, Aufläufe oder Kuchen mit Kürbissen aufwerten. Um einen Kürbis verwenden zu können, sollten Sie diesen zunächst waschen, schneiden und entkernen. Schälen müssen Sie den Hokkaido-Kürbis nicht, da seine Schale essbar ist.

Wichtig: Bedenken Sie die harntreibende Wirkungsweise von Kürbissen. Wenn Sie nierenkrank sind oder Schonkost benötigen, profitieren Sie in besonderem Maße von der zucker- und säurearmen Frucht.

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